Politiker von SPD und Grünen haben zur Bewältigung der durch die Finanz- und Wirtschaftskrise entstandenen Schulden einen Krisen-Solidaritätszuschlag ins Gespräch gebracht.

„Wir brauchen einen Krisen-Soli“, sagte der SPD-Haushaltsexperte Florian Pronold der „Bild“-Zeitung. Dabei müsse aber darauf geachtet werden, dass diesen vor allem Vermögende zahlten.

Der SPD-Linke Ottmar Schreiner schloss sich der Forderung an. Die Wirtschaftskrise sei ein historischer Sonderfall: „Wir brauchen deshalb jetzt einen Krisen-Soli“.

Der Grünen-Finanzexperte Gerhard Schick sagte dem Blatt: „Wir brauchen einen neuen Solidaritätsbeitrag, damit die Krisen-Schulden nicht zulasten der Schwachen gehen.“

Dagegen warnte der Wirtschaftsweise Peter Bofinger vor einer solchen Extra-Abgabe. „Das darf man erst machen, wenn sich die Wirtschaft eindeutig stabilisiert hat“, erklärte er. Dann dürfe man darüber nachdenken.

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AFP/Reuters/cn