Die wichtigsten Kommissarsposten in Brüssel sind verteilt. Der scheidende Ministerpräsident Baden-Württembergs Günther Oettinger soll nach Informationen von Morgenpost Online neuer Kommissar für Energie werden. Er hat allerdings entgegen seinen ursprünglichen Forderungen keine Kompetenzen für Klimafragen.
Dennoch konnte sich Deutschland damit ein zentrales Wirtschaftsdossier sichern. Mehr Wettbewerb auf den Energiemärkten gehört zu den wichtigsten Themen der kommenden Jahre.
Neue Klimaschutzkommissarin wird die Dänin Conni Hedegaard. Nachfolger von Günter Verheugen als Industriekommissar soll der Italiener Tajani werden. Der bisherige Erweiterungskommissar Olli Rehn aus Finnland wird für Wirtschaft und Währung zuständig sein. Die Luxemburgerin Viviane Reding, bisher zuständig für Telekommunikation, übernimmt das Justizressort. Der Spanier Joaquin Almunia wird Wettbewerbskommissar, Neelie Kroes wird in den kommenden fünf Jahren Telekommunikation verantworten.
Völlig offen ist, ob der Franzose Michel Barnier Kommissar wird. Ursprünglich sollte er für den Binnenmarkt zuständig sein. Jeder Kommissar muss sich noch einer Anhörung im Parlament stellen. Kommissionschef Jose Manuel Barroso hat zusammen mit den Mitgliedstaaten über die Verteilung der Kommissare entschieden. In der neuen Kommission werden mehr liberale Politiker als Sozialdemokraten vertreten sein.





