Der als Tator-Kommissar bekannte Schauspieler Peter Sodann soll Bundespräsidentschaftskandidat der Partei Die Linke werden. Dies erfuhr Morgenpost Online aus Fraktionskreisen. Die "Mitteldeutschen Zeitung“ berichtet, dass Lothar Bisky und Oskar Lafontaine den geschäftsführenden Parteivorstand über die Pläne informiert haben sollen.
Sodann soll im Mai nächsten Jahres gegen Amtsinhaber Horst Köhler und die SPD-Gegenkandidatin Gesine Schwan antreten. Bereits vor zwei Wochen hatte die „Bild am Sonntag“ gemeldet, die Linke führe Gespräche mit Sodann.
Schon seit Mai war die Linke auf der Suche nach einem eigenen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten. Im Gespräch waren unter anderem die Schriftstellerin Christa Wolff und die Autorin Daniela Dahn. Beide erfuhren davon erst aus den Medien und sagten ab.
Der gebürtige Sachsen Sodann hat sich in der Vergangenheit schon öfter für die Linkspartei engagiert. Im Juli 2005 kündigte er an, als parteiloser Spitzenkandidat auf einer offenen Liste der PDS für ein Bundestagsmandat kandidieren zu wollen. Als der MDR ihn daraufhin als Tator-Kommissar beurlauben wollte, zog Sodann seine Ankündigung wieder zurück. Im November 2007 ging Sodanns Tatortfigur, Kommissar Bruno Ehrlicher, „in Rente“.
Bei der Bundespräsidentenwahl gilt der 72-jährige Sodann als chancenloser „Zählkandidat“. Für die Wahl in der Bundesversammlung ist im ersten und zweiten Wahlgang die absolute Mehrheit nötig. Erst im dritten Wahlgang reicht eine einfache Mehrheit.
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