Die Freien Wähler (FW) könnten nach Ansicht ihres Vorsitzenden in Bayern, Hubert Aiwanger, mit der einstigen CSU-Rebellin Gabriele Pauli als Spitzenkandidatin bei der Europawahl antreten.
„Es könnte auf Frau Pauli hinauslaufen“, sagte Aiwanger dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Sie sei eine „teuflisch gute Spitzenkandidatin“. Pauli, die für die Freien Wähler als Abgeordnete im bayerischen Landtag sitzt, sagte dem Wochenmagazin:„Ja, es stimmt. Ich bin auch schon gefragt worden.“ Aiwanger geht dem Bericht zufolge davon aus, dass seine Partei bei der Europawahl am 7. Juni antreten wird. „Die Befürworter werden Oberwasser bekommen“.
Die Freien Wähler waren im vergangenen September mit 10,2 Prozent der Stimmen in den bayerischen Landtag eingezogen und sind dort nach CSU und SPD die drittstärkste Kraft. Um den Sprung ins EU-Parlament zu schaffen, müssen sie bundesweit fünf Prozent der Stimmen erzielen. Die Wählergruppe zählt nach eigenen Angaben insgesamt 280 000 Mitglieder und ist vor allem in Süddeutschland stark vertreten.
Pauli hatte mit ihrer Kritik am ehemaligen Ministerpräsidenten und CSU-Chef Edmund Stoiber die CSU-Führungskrise ausgelöst, die im Rückzug Stoibers von seinen Ämtern gipfelte. Sie kandidierte daraufhin selbst für den Parteivorsitz, war aber chancenlos. Wenig später trat sie aus der CSU aus und ging zu den Freien Wählern.
AP/dpa




















