Studie

Nur jeder Dritte unter 30 schafft Hartz-IV-Ausstieg

Junge Erwachsene haben ein besonders hohes Risiko, dauerhaft auf staatliche Unterstützung angewiesen zu sein. Nach einer aktuellen Studie schafft nur jeder Dritte Hartz-IV-Empfänger unter 30 den Ausstieg. Besonders gefährdet sind Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose.

Nur jeder Dritte hilfebedürftige junge Erwachsene schafft nach Beobachtungen von Arbeitsmarktforschern den Ausstieg aus Hartz IV. Der Rest sei entweder dauerhaft oder wiederholt für kürzere Zeit auf die staatliche Unterstützungsleistung angewiesen, berichtete das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Die Arbeitsmarktforscher hatten für die Jahre 2005 und 2006 untersucht, in welchem Umfang junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren mit Hartz-IV-Leistungen unterstützt worden waren.

„Die Ergebnisse verweisen auf ein hohes Risiko für die jungen Erwachsenen, dass sich ihr Hilfebezug verfestigt“, warnte die Autorin der Studie, Brigitte Schels. Armutserfahrungen in dieser Lebensphase würden in der Sozialforschung als besonders gravierend angesehen.


Vor allem längerfristige finanzielle Notlagen könnten die Entwicklungsmöglichkeiten von jungen Menschen nachhaltig einschränken und zu weiteren Schwierigkeiten im späteren Alter führen.


Besonders gefährdet sind Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose. Im Jahresdurchschnitt 2007 bezogen 1,35 Millionen 18- bis 29-Jährige Arbeitslosengeld II.

Neueste Politik Videos

Neueste Politik Videos

Beschreibung anzeigen