Die Bundesregierung muss nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ im kommenden Jahr beinahe doppelt so viele neue Schulden aufnehmen wie bislang geplant. Wie die „SZ“ berichtet, geht das aus dem überarbeiteten Etatentwurf für 2009 hervor, über den der Haushaltsausschuss des Bundestags an diesem Donnerstag abschließend beraten soll. Danach steigt die Nettokreditaufnahme auf voraussichtlich 17,9 Milliarden Euro. Noch im Juni hatte Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) eine Drosselung auf 10,5 Milliarden Euro angekündigt.

Die Entwicklung sei in erster Linie durch die Weltfinanzkrise verursacht, heißt es in dem Zeitungsbericht. Der Rückgang des Wirtschaftswachstums in Deutschland führe zu Steuermindereinnahmen auf der einen und höheren Ausgaben auf der anderen Seite. Die Mindereinnahmen beliefen sich im Vergleich zur bisherigen Planung auf vier Milliarden Euro. Die Ausgaben stiegen um zwei Milliarden Euro auf 290,5 Milliarden Euro.

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AFP/gr