Jeder fünfte Migrant in Deutschland hat Hochschulreife. Damit ist der Anteil der Abiturienten unter Menschen ausländischer Herkunft höher unter Deutschstämmigen. Das geht aus dem Statistischen Jahrbuch 2008 hervor, das das Statistische Bundesamt in Berlin vorstellte.
Danach hatten 2006 rund 21 Prozent der Bürger mit Migrationshintergrund, aber nur 18 Prozent der übrigen Bevölkerung in Deutschland Abitur. Der Präsident des Statistischen Bundesamtes, Roderich Egeler, führte dies auch darauf zurück, dass besonders viele Zuwanderer aus Osteuropa nach Deutschland kämen, die in der Regel hohe Bildungsabschlüsse hätten.
Auf der anderen Seite haben aber auch überdurchschnittlich viele Migranten gar keinen Schulabschluss. 2006 lag ihr Anteil bei 13 Prozent, bei der übrigen Bevölkerung dagegen nur bei zwei Prozent.
Insgesamt hatte 2006 fast jeder Fünfte (18,4 Prozent) in Deutschland einen Migrationshintergrund, insgesamt rund 15 Millionen Menschen. Dazu zählen auch die neun Prozent der Bevölkerung, die eine ausländische Staatsbürgerschaft besitzen. Besonders groß ist ihr Anteil nach wie vor in Berlin, wo zuletzt jeder Vierte (25,7 Prozent) ausländische Wurzeln hatte.
AP/jk




