Die Polizei setzt im Fall Mannichl Hoffnungen auf einen neuen Zeugen. Ein Anrufer habe den Hinweis auf den Mann gegeben, der seit Tagen gesucht wurde. Wann er befragt werden könne, sei aber noch unklar. Er sei vermutlich in den Urlaub gefahren, hieß es.
Bislang hat die 50-köpfige Sonderkommission keine relevante Spur zu dem unbekannten Attentäter. Eine Hausbefragung in Mannichls Nachbarschaft habe keine neuen Erkenntnisse ergeben, sagte der Sprecher. Auch die zwei verbreiteten Phantombilder hätten die Ermittler bislang nicht entscheidend weitergebracht. Gefahndet wird derzeit nach einer Gruppe von vier Männern und einer Frau. Unklar ist bislang, ob die Gesuchten tatverdächtig sind.
Der Passauer Polizeichef war am 13. Dezember an der Tür seines Wohnhauses in Fürstenzell mit den Worten „Viele Grüße vom nationalen Widerstand“ niedergestochen und schwer verletzt worden. Unter Mannichls Leitung war die Polizei im Landkreis Passau in der Vergangenheit immer wieder gegen Neonazis vorgegangen. Die Ermittler vermuten deshalb einen Racheakt von Rechtsextremisten.
dpa/ddp/lk




