Im Skandal um seine Fernseh-Koch-Show muss der thailändische Ministerpräsident Samak Sundarajev nach einem Beschluss des Verfassungsgerichts in Bangkok zurücktreten.
Die neun Richter urteilten am Dienstag, dass der 73-jährige Regierungschef und bekannte Feinschmecker durch die Annahme von Geldern für die Koch-Show seine Amtspflichten verletzt und gegen die Verfassung verstoßen habe. Demnach müssen Samak und das gesamte Kabinett innerhalb von 30 Tagen die Amtsgeschäfte niederlegen.
Die Regierungskoalition reagierte postwendend mit der Ankündigung, Samak solle wiedergewählt werden. Das Urteil des Verfassungsgerichts werde von der Koalition um die People Power Party (PPP) zwar respektiert, sagte der Vize-Vorsitzende Kan Tienkaew. Allerdings werde es als „zu technisch“ betrachtet.
Wenn Samak seine Wiederwahl wünsche, werde die PPP sich für eine baldige Wiederwahl einsetzen. Samak hatte bei der Produktionsgesellschaft Face Media als Kochexperte vor der Kamera gestanden und dafür Honorare kassiert.



