Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Barack Obama ist nach 20 Jahren aus seiner Kirchengemeinde in Chicago ausgetreten. Er zog damit die Konsequenzen aus radikalen Äußerungen seines bisherigen Geistlichen Jeremiah Wright zur Rassenpolitik, die zu einer Belastung seines Wahlkampfs geworden waren.„Das ist keine Entscheidung, die mir leicht fiel“, sagte Obama auf einer Pressekonferenz in South Dakota. Es sei aber klar, dass alles, was in der Trinity-Kirche gesagt werde, ihm zugerechnet werde – und zwar auch, wenn es nicht im Einklang mit seinen Auffassungen stehe. Das gelte sogar für Gastredner wie kürzlich dem katholischen Geistlichen Michael Pfleger. Es sei eine rein private Entscheidung, betonte Obama.
Wright hatte erklärt, die US-Politik sei Auslöser der Anschläge vom 11. September 2001 gewesen. Wegen des Rassismus in den USA sollte Gott zudem Amerika verfluchen.
AP/ras




