Letzte Streitigkeiten über die Verteilung der Ministerämter seien ausgeräumt worden, teilte der Generalsekretär des Kabinetts, Suheil Budschi, in Beirut mit.

Streit hatte es über einen Ministerposten für Ali Kanso gegeben, der von der Hisbollah vorgeschlagen worden war. Viele Mitglieder der Mehrheit hatten die Ernennung von Kanso abgelehnt, da er maßgeblich an den gewalttätigen Zusammenstößen zwischen Schiiten und Sunniten Anfang Mai in Beirut beteiligt gewesen sein soll, bei denen 65 Menschen getötet worden waren. Nach einem Treffen zwischen Ministerpräsident Fuad Siniora und dem Führer der pro-westlichen Mehrheit, Saad Hariri, hatte Hariri nach eigenen Angaben schließlich sein Einverständnis zur Ernennung Kansos gegeben.

Die Regierungsbildung setzt den Schlusspunkt unter eine monatelange politische Lähmung des Landes, die nach dem Ende der Amtszeit des früheren Staatspräsidenten Emile Lahoud im November begonnen hatte. Nach monatelangen Fehlversuchen gelang es unter der Vermittlung des Golfemirats Katar, am 25. Mai einen neuen Präsidenten zu wählen, den christlichen General Michel Suleiman