Für den Fall eines Sieges der SPD bei der Landtagswahl 2010 schließe er eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei nicht aus, sagte Stegner am Samstag in einem Interview mit Deutschlandradio Kultur. „Wenn es nach mir geht, werden wir aus der hessischen Erfahrung lernen, dass man vor Wahlen für seine Inhalte wirbt und nicht sagt, mit wem man zusammen und mit wem man auf gar keinen Fall zusammengehen will.“
Man müsse mit allen Parteien außer den rechtsextremen reden können, so Stegner. Ziel der SPD sei es jedoch, die Linke ganz aus dem Landtag herauszuhalten.
Stegner sollte am Samstag auf einem Landesparteitag in Lübeck zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2010 nominiert werden. Der ehemalige Landesinnenminister ist der einzige Kandidat.
Der SPD-Landeschef hatte im Januar seinen Posten als Innenminister in der großen Koalition unter Ministerpräsident Carstensen räumen müssen. Er wurde stattdessen Fraktionsvorsitzender im Kieler Landtag. Der bisherige Fraktionschef Hay wechselte an die Spitze des Innenministeriums. Der Koalitionspartner hatte Stegner zuvor mehrfach vorgeworfen, sich nicht an Absprachen zu halten. Dabei ging es auch um Stegners teilweise betont linke Positionen.
AFP/ddp/KS





