Gut ein Jahr nach der Fusion von WASG und PDS zur Linken hat die Partei ihre Mitgliederzahl im Westen mehr als verdoppelt. In den alten Ländern sei die Zahl bis Ende Juni 2008 von rund 12.000 auf 24.071 gestiegen, sagte der Bundesgeschäftsführer der Linken, Dietmar Bartsch, in Berlin. Insgesamt habe die Partei 74.206 Mitglieder. Dies sei im Vergleich zu Ende 2007 ein Zuwachs von rund 2300.


Linke-Vorstandsmitglied Ulrich Maurer fügte hinzu, das Ziel von 25.000 Mitgliedern im Westen bis Ende des Jahres werde mit Sicherheit erreicht. Vor allem im Saarland, dem Stammland vom Vorsitzenden der Linkspartei, Oskar Lafontaine, sei mit 651 neuen Mitgliedern in den ersten sechs Monaten 2008 ein extremer Zuwachs zu verzeichnen gewesen. Lafontaine hatte bereits angekündigt, im Fall seiner Wahl zum Ministerpräsidenten vom Bundestag in die Saarbrücker Landespolitik zurückzuwechseln.

Auch in den anderen westdeutschen Ländern konnten neue Mitglieder begrüßt werden. Die größten Zuwächse konnten laut Maurer Nordrhein-Westfalen (1158), Bayern (504), Niedersachsen (562) und Hessen (337) verzeichnen.


Im Osten sank die Zahl der Mitglieder in diesem Jahr um rund 1000, wie Bartsch sagte. Insgesamt betrage der Frauenanteil 38,4 Prozent und liege damit deutlich höher als bei den anderen Parteien. 8200 Mitglieder seien unter 35 Jahren.

AP/cn