Bei einer Explosion in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Donnerstag drei Minister getötet worden. Unter den Toten seien Gesundheitsminister Qamar Aden Ali, Bildungsminister Ahmed Abdulahi Waayeel und Hochschulminister Ibrahim Hassan Addow, verlautete aus somalischen Regierungskreisen.
Ob es sich bei der Detonation in dem Hotel Shamo um einen Anschlag oder einen Unfall handle, sei noch nicht eindeutig geklärt. Vieles spreche aber für ein Attentat, da sich die Explosion während der Graduierten-Feier einer Universität in dem Hotel ereignete, erläuterten Regierungsvertreter.
Die international unterstützte Übergangsregierung von Präsident Sharif Sheikh Ahmed kontrolliert nur einen kleinen Teil des kriegszerstörten Mogadischu. Nicht nur große Gebiete der Hauptstadt, sondern auch des Südens und Zentrums des Landes sind in der Hand der radikalislamischen Shebab-Miliz, die sich offen zum Terrornetzwerk al-Qaida bekennt. Außerdem ist die Rebellengruppe Hezb al-Islam in dem Land aktiv. In Somalia herrscht seit 1991 Bürgerkrieg.
Reuters/AFP/AP/ks



