Nach dem verheerenden Anschlag in einem Schiiten-Viertel der irakischen Hauptstadt Bagdad ist die Zahl der Toten auf 65 gestiegen. Aus Polizeikreisen hieß es am Mittwoch, der Selbstmordattentäter habe mit seiner Autobombe insgesamt 64 Menschen in den Tod gerissen und 73 weitere verletzt.


Er hatte die Bombe am Dienstagabend während des Berufsverkehrs auf einem Marktplatz gezündet. Am Abend war zunächst von rund 50 Toten die Rede gewesen. Der Marktplatz im Stadtteil Hurrija wird wochentags von vielen Taxen und Minibussen angesteuert. Es war der schwerste Terroranschlag im Irak seit Monaten.


Ein Polizeisprecher berichtete unterdessen, in der 250 Kilometer nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Kirkuk sei am Mittwoch ein Polizist bei einem Sprengstoffanschlag auf seine Patrouille ums Leben gekommen. Drei Polizeibeamte wurden verletzt.

Die irakische Armee will am kommenden Donnerstag ihre Offensive in der südlichen Schiiten-Stadt Amara beginnen. Die Kämpfer der Milizen hätten noch bis zum Sonnenaufgang am Donnerstag Zeit, um den Sicherheitskräften ungestraft ihre Waffen zu übergeben, meldete die regierungsnahe Bagdader Tageszeitung "Al-Sabah". Wer auf das Angebot von Ministerpräsident Nuri al-Maliki nicht eingehe, habe keine Milde zu erwarten.

afp/ap/gr