"Bayern steht voll hinter den Einbürgerungstests. Ich verstehe aber überhaupt nicht, warum das Bundesinnenministerium den Testfragenkatalog immer noch nicht vorgelegt hat“, sagte Herrmann der "Welt am Sonntag“.


Der Einbürgerungstest mit Fragebogen ist ab dem 1. September vorgeschrieben. "Deshalb müssen die Einbürgerungsbewerber eine faire Chance haben, sich vernünftig vorzubereiten. Das haben sie bisher nicht“, sagte Herrmann.


Weil die Fragen noch immer nicht bekannt sind, kämen die Volkshochschulen mit ihren Vorbereitungskursen nicht voran. "Wir können eine weitere Verzögerung jetzt nicht gebrauchen“, sagte Herrmann. Er lehnt deswegen auch die SPD-Forderung ab, den Bundestag mit den Fragen zu befassen.


Der CSU-Politiker kritisiert, dass keine Fragen über das Verhältnis von Bund und Ländern geplant sind. "Ein Bewerber sollte auch Grundkenntnisse über die föderale Ordnung und die Länder haben. Lediglich Hauptstadtnamen abzufragen ist zu wenig. Der Einbürgerungstest darf kein Stadt-Land-Fluss-Quiz sein“, sagte Herrmann.

Spätestens bei einer Überarbeitung des Fragebogens müssten die Länder-Fragen, die Bayern vorgeschlagen hat, berücksichtigt werden.

heg