Ein Brand am Reaktor 2 des schwedischen Atomkraftwerkes Ringhals hat am Freitag Großalarm ausgelöst. Wie Kraftwerkssprecher Gösta Larsson angab, konnte das „sehr begrenzte Feuer schon nach wenigen Minuten gelöscht werden“. Ausgelöst hätten es Dachdecker, als sie auf dem Dach des Turbinengebäudes versehentlich Dachpappe in Brand setzten. Ringhals wird mehrheitlich vom Vattenfall-Konzern und zu 30 Prozent vom deutschen Energiekonzern E.on betrieben.

Das Auslösen des Großalarms sowie Hilfsgesuche an auswärtige Feuerwehren seien „automatisch“ geschehen, weil mehrere Detektoren Feuer oder Rauch meldeten, sagte der Sprecher weiter. Alle vier Reaktoren produzierten während des Zwischenfalls und danach mit voller Kraft weiter. Das Feuer war bei Reparaturarbeiten an dem zum Reaktor 2 gehörenden Dach ausgebrochen. Handwerker hatten dabei mit ihren Gasbrennern versehentlich Dachpappe in Brand gesetzt.


Die drei schwedischen Atomkraftwerke Ringhals, Forsmark und Oskarshamn standen in den letzten Jahren wiederholt wegen Sicherheitsmängeln und der Häufung von Unfällen in den Schlagzeilen. Mit vier Reaktoren und einer Jahresleistung von 3662 Megawatt ist das 1976 in Betrieb genommene Ringhals das größte Atomkraftwerk Nordeuropas.

dpa/omi