Shingal nach dem IS: Warum viele Jesiden bis heute nicht wirklich zurückkehren. Jan Jessen, Politikchef der NRZ und Kriegs- und Krisenreporter für die FUNKE Mediengruppe, reist für diese Folge von „Im Krisenmodus“ in den Nordwesten des Irak. In der Shingal-Region spricht er mit jesidischen Rückkehrern aus einem Gewächshausprojekt in Sinune und mit Irfan Ortac, dem Vorsitzenden des Zentralrats der Êzîden in Deutschland. Die Folge zeigt, warum der sogenannte Islamische Staat militärisch besiegt ist, viele Jesiden aber bis heute nicht wirklich in ihre Heimat zurückkehren – trotz Hilfsprojekten, Wiederaufbau und einzelner Hoffnungsschimmer.

Gäste:

Irfan Ortac (Vorsitzender, Zentralrat der Êzîden in Deutschland)

Gesprächspartner aus dem Gewächshausprojekt:

Badal Khalaf Kasem, Sabah Qaro und ein jesidischer Bauer aus Sinune

🧭 Kapitelübersicht

1 | Shingal nach dem IS: Warum viele Jesiden nicht zurückkehren

Jan Jessen führt mit der zentralen Frage in die Folge ein: Warum kehren viele Jesiden trotz des Endes des IS bis heute nicht wirklich nach Shingal im Nordwesten des Irak zurück?

2 | Shingal im Irak: Checkpoints, Kontrolle und Unsicherheit

Jan beschreibt seine Reise in die Shingal-Region, die vielen Checkpoints und die eingeschränkte Bewegungsfreiheit in einem Gebiet, das bis heute von Unsicherheit geprägt ist.

3 | Alltag der Jesiden in Sinune und Gunde Ahsan

Kleine Läden, neue Häuser, eine Schule voller Kinder – und gleichzeitig Angst, Misstrauen und die dauerhafte Erinnerung an den Genozid an den Jesiden im Jahr 2014.

4 | Rückkehr nach Shingal: Schule, Arbeit und Gewächshausprojekt

Jan zeigt, wie Hilfsprojekte in Sinune und Gunde Ahsan Rückkehr möglich machen: mit Bildung, Landwirtschaft und Arbeit für jesidische Familien.

5 | Jesidischer Bauer aus Sinune: zerstörtes Haus, keine Hilfe, kein sicheres Leben

Ein Rückkehrer erzählt, warum er nicht in sein Heimatdorf zurückkann, welche Unterstützung ausblieb und wie schwer das Leben seiner Familie nach der Rückkehr geblieben ist.

6 | Irfan Ortac über Jesiden in Shingal: Milizen, fehlender Staat, keine Sicherheit

Der Vorsitzende des Zentralrats der Êzîden in Deutschland erklärt, warum viele Jesiden bis heute nicht frei und sicher in ihre Heimat zurückkehren können.

7 | Was Jesiden in Shingal jetzt brauchen: Sicherheit, Wiederaufbau, Perspektive

Jan zieht Bilanz: Rückkehr in den Irak braucht mehr als Hoffnung – sie braucht Schutz, staatliche Ordnung, Wiederaufbau und echte Zukunftschancen.

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🤝 Unterstützungsmöglichkeiten

Caritas Flüchtlingshilfe Essen e.V.

Humanitäre Hilfe und vorbeugende Flüchtlingshilfe in Krisenregionen, unter anderem im Nordirak.

🔗 Website: flüchtlingshilfe.com

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Stichwort: Shingal

Hinweis: Jan Jessen engagiert sich ehrenamtlich bei der Caritas Flüchtlingshilfe Essen e.V.

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Im Krisenmodus ist ein Podcast der FUNKE Mediengruppe