Die Front in der Ukraine ist zur Todeszone geworden – überwacht von Drohnen. Kamikaze-Drohnen machen die Front zur Todeszone, Langstreckensysteme greifen Ziele tief im russischen Hinterland an, Landroboter bringen Munition nach vorne und holen Verwundete aus der Gefahrenzone. Militärexperte Gustav Gressel erklärt, warum Angriffe und Verteidigung ohne Drohnen heute „ein Himmelfahrtskommando“ wären, wie die Ukraine neue Taktiken mit Drohnen und Landrobotern erprobt – und weshalb humanoide Kampfroboter militärisch vor allem Spielerei sind. Ein ukrainischer Offizier berichtet, wie seine Einheit einen schwer verletzten Soldaten bei minus 15 Grad mit einer Landdrohne 16 Kilometer durch die Drohnen-Todeszone evakuiert.
Jan Jessen, Kriegs- und Krisenreporter für die FUNKE Mediengruppe und Host unseres Podcasts „Im Krisenmodus“, ordnet ein, was dieser Drohnenkrieg für die Soldaten an der Front bedeutet – und was Deutschland und Europa daraus lernen müssen.
Gäste:
Dr. Gustav Gressel, Militärexperte, Landesverteidigungsakademie Wien
Offizier einer Landdrohnen-Einheit der 101. Brigade der ukrainischen Armee
Host:
Jan Jessen – Politikchef der NRZ und Kriegs- und Krisenreporter für die FUNKE Mediengruppe
🧭 Kapitelübersicht
1 | Todeszone und Landroboter an der Front
Jan beschreibt die Drohnen‑Todeszone, seinen Besuch bei der 101. Brigade und den Droid TW 12.7. Einstieg mit Gustav Gressels Einordnung, dass Landdrohnen zur Massenware werden und wofür sie eingesetzt werden (Logistik, Verwundete, Kampf).
2 | „Lifesaving Equipment“: Verwundetenevakuierung per Landdrohne
Der ukrainische Offizier schildert die 16‑km‑Evakuierung bei –15 Grad. Jan erklärt das Tourniquet‑Problem (viele Amputationen) und warum Landdrohnen Leben retten, ohne zusätzliche Soldaten zu gefährden.
3 | Versorgungsmaschine Krieg: Drohnen, Nachschub, Alltag im Schützenloch
Jan erläutert, wie Luft‑ und Landdrohnen den Alltag an der Front bestimmen: Versorgung von Soldaten, die Monate in Erdlöchern sitzen, 20‑kg‑Limit von Luftdrohnen vs. 200 kg bei Landdrohnen, Netztunnel gegen russische FPV‑Drohnen.
4 | Robotische Angriffe und Grenzen der KI
Gressel erklärt, wie die Ukraine robotische Angriffe testet, welche Rolle Drohnen in den sieben Phasen eines Angriffs spielen – und warum am Ende trotzdem Infanterie das Gelände halten muss. Jan ordnet KI‑Visionen ein (Drohnen mit Missionszielen, Goldstandard), Gressel beschreibt Helsing‑Probleme, Funk als Achillesferse und warum Schwärme schwer umzusetzen sind.
5 | Terminator-Mythen und reale Kampfroboter
Jan führt Phantom MK1 und die Terminator‑Bilder ein. Gressel zieht den Terminator‑Zahn: Humanoide Roboter sind militärisch unpraktisch, sinnvoller sind flache, spezialisierte Landroboter. Jan fasst zusammen, warum „Roboter mit leuchtenden Augen“ vor allem Science‑Fiction sind.
6 | Gemischte Armeen und der Krieg 2026
Gressel: Ohne Drohnenunterstützung ist ein Angriff oder eine Verteidigung heute ein Himmelfahrtskommando, Drohnen sind Produkt der digitalen Revolution und verschwinden nicht mehr – aber Artillerie, Schützenpanzer, Infanterie bleiben wichtig; wir leben in gemischten Armeen. Jan zieht sein Fazit: der Krieg wird digitaler, bleibt tödlich analog; Maschinen retten und töten, vieles, was jetzt getestet wird, wird auch außerhalb der Ukraine relevant werden.
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