Im mittlerweile vierten Jahr des russischen Angriffskriegs steht die ukrainische Armee vor gewaltigen Herausforderungen. Hohe Verluste an Personal, eine zunehmend erschöpfte Truppe sowie der Rückgang freiwilliger Neuanmeldungen erschweren es, die Verteidigungslinien dauerhaft zu sichern. Einblicke in ein streng abgeschirmtes Trainingslager der 28. Brigade im Osten der Ukraine zeigen eindrucksvoll, wie junge Rekruten auf den harten und oft erbarmungslosen Kriegsalltag vorbereitet werden.

Im Podcast „Im Krisenmodus“ berichtet FUNKE-Reporter Jan Jessen direkt aus dem Camp. In Gesprächen mit Ausbildern und Rekruten wird deutlich, wie tief die Belastung reicht – psychisch wie physisch. Der Kriegsalltag lässt kaum Raum für Illusionen: Viele der jungen Männer, die heute trainieren, könnten schon morgen an der Front stehen – unter schwerem Beschuss, in Schützengräben, bei eisiger Kälte:

206646_569_206646_cover.jpg
In die Hölle geschickt – Warum sich junge Ukrainer freiwillig melden
Im Krisenmodus
Alle Folgen

Vor wenigen Tagen wurde das Camp von 30 jungen Männern zwischen 18 und 24 bevölkert, die sich freiwillig gemeldet hatten – angelockt von einem neuen Rekrutierungsprogramm, das neben patriotischen Idealen auch finanzielle Anreize bietet. Rund 22.000 Euro Jahresgehalt, deutlich über dem ukrainischen Durchschnitt, sowie weitere Vorteile locken viele in den Dienst. Doch für einige ist die Entscheidung auch von Ängsten und Zweifeln geprägt, wie die Begegnung mit Danyl zeigt – einem jungen Mann aus Krywyj Rih, der schon als Teenager wusste, dass er eines Tages kämpfen würde. „Jeder hat Angst“, sagt Danyl, „wer keine Angst hat, ist nicht lebendig.“

Weitere Stimmen aus dem Trainingscamp hören Sie in der neuesten Folge von „Im Krisenmodus“.

Ausbildung junger Ukrainischer Soldaten / Bitte um kurze Absprache wegen der Freigabe der Bilder !!!!!!!
 Junge Rekruten werden in der Ukraine auf den harten und oft erbarmungslosen Kriegsalltag vorbereitet.© FUNKE Foto Services | Reto Klar

„Im Krisenmodus“ auf Englisch

Alle zwei Wochen erscheinen neue Folgen von „Im Krisenmodus“  nun auch auf Englisch. In der letzten englischen Episode „Kherson Under Fire: Voices of Survival“ spricht Jan mit Menschen in Cherson in der Ukraine. In Cherson kämpfen die Menschen weiter – gegen Angst, für Hoffnung, gegen das Vergessen.

Die deutsche Folge finden Sie hier.

Folgen Sie dem Podcast „Im Krisenmodus“:

In unserem Podcast „Im Krisenmodus“ teilen Menschen aus Krisengebieten ihre bewegenden Geschichten. Soldaten, Helfer und betroffene Bewohner berichten aus erster Hand von den Herausforderungen des Krieges und der Krise. Journalist Jan Jessen ist vor Ort, um diese Geschichten zu erzählen. Alle zwei Wochen erscheint eine neue Folge, die uns in die unterschiedlichsten Regionen der Welt führt.

Mehr Reportagen von Kriegsreporter Jan Jessen

Haben Sie eine Anmerkung oder Frage? Schreiben uns an: krisenmodus@funkemedien.de. Dann können wir Ihre Meinung in einer der nächsten Folge besprechen.

Folgen Sie unserem Podcast kostenlos, zum Beispiel bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder YouTube, dann verpassen Sie keine Folge.