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Angriffskrieg auf die Ukraine: Die Massengräber von Isjum

| Lesedauer: 3 Minuten

Monatelang war die ukrainische Stadt Isjum von Russen besetzt. Danach wurden hunderte Tote in Massengräbern gefunden. Was passiert nun?

Essen. Ein kleines Waldstück bei Isjum: In der Luft hängt der faulig-süße Geruch des Todes. Männer in weißen Overalls bergen Leichen, es sind Hunderte. Wie in anderen befreiten Gebieten in der Ukraine untersuchen Ermittler, ob die russischen Besatzer in dieser Kleinstadt Kriegsverbrechen begangen haben. Der Krieg in der Ukraine wird auch juristische Folgen haben müssen, meint FUNKE-Reporter Jan Jessen.

Jessen hat Isjum besucht und berichtet im Podcast „So fühlt sich Krieg an“ über das, was er dort gesehen, gerochen und erlebt hat. Ende März wurde Isjum von russischen Streitkräften besetzt. Anfang September befreiten die Ukrainer die Stadt, hunderte Leichen wurden in Massengräbern gefunden.

Kriegsverbrechen: Wie können Täter vor Gericht gebracht werden?

In der aktuellen Podcast-Folge hören Sie von Dymtro Shevchuk. Er ist der stellvertretende Leiter einer Abteilung bei der Nationalen Polizei der Ukraine, die sich mit der Aufklärung von Kriegsverbrechen beschäftigt. Shevchuk erklärt, wie mit den Leichen umgegangen wird und ob es Erkenntnisse über Folter der Toten gibt. Außerdem spricht Jessen mit Alexander Schwarz, Leiter der Koordinierungsstelle für Völkerrecht bei Amnesty International. Schwarz erklärt, welche Schwierigkeiten es bei der Ermittlung von Kriegsverbrechen gibt und wie Täterinnen und Täter vor Gericht gebracht werden können.

Ukraine-Krieg: Reporter Jan Jessen trifft in der Ukraine Betroffene

Jan Jessen ist Politikchef der Neuen Ruhr / Neuen Rhein Zeitung (NRZ) der FUNKE Mediengruppe in Essen. Er berichtet seit Jahren über die Konflikte in der Welt. Gemeinsam mit FUNKE-Fotograf Reto Klar hat er mehrfach die Ukraine besucht, unterstützt durch den ukrainischen Organisator und Journalisten Oleg Reshetniak und die Übersetzerin Dasha Sachkova.

Jan Jessen hat in der Ukraine Menschen getroffen, die alles verloren haben: Freunde, Familie, ihr Zuhause. Im Podcast „So fühlt sich Krieg an“ erzählen Betroffene ihre Geschichten. Es sind Geschichten voller Trauer und Schmerz. Mit Expertinnen und Experten ordnen wir die Geschichten ein, um sie besser zu verstehen.

Hier finden Sie alle Podcast-Folgen in der Übersicht:

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Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.