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Ukraine-Krieg: "Wenn ich keinen Schiss hätte, wäre ich tot"

| Lesedauer: 3 Minuten

Mica kommt aus Deutschland und kämpft in der ukrainischen Armee. Im Podcast spricht er über seine Beweggründe und Ängste.

Essen. Als Mica die Bilder vom Krieg in der Ukraine sieht, entschließt sich der 32-jährige Deutsche kurz darauf zu handeln. "Die Art und Weise wie dieser Krieg auf Seiten der russischen Armee geführt wird, hat mich dazu bewogen hierher zu kommen," sagt er in der neuen Folge des Podcasts „So fühlt sich Krieg an“. FUNKE-Reporter Jan Jessen hat Mica in der Ukraine getroffen, dort kämpft er auf der Seite der ukrainischen Armee. Jessen will verstehen, wie Mica den Krieg als Legionär erlebt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte ausländische Menschen nach Kriegsbeginn dazu aufgerufen, an der Seite der Ukraine zu kämpfen. Hunderte sind seinen Worten gefolgt. In Deutschland ist ein solcher Einsatz verboten. Die Bundesregierung hat jedoch signalisiert, dass deutsche Kriegsteilnehmende straffrei ausgehen.

Deutscher Kämpfer in der Ukraine spricht im Podcast

Im Podcast-Interview schildert Mica seine Beweggründe, wie die ukrainische Bevölkerung auf ihn reagiert und was er über die deutsche Bundesregierung denkt. Auf die Frage, ob er im Einsatz auch Angst habe, sagt er: "Wenn ich keinen Schiss hätte, wäre ich tot oder Lügner."

Welche Rolle ausländische Freiwillige im Krieg spielen, lässt sich Jan von Militär- und Osteuropa-Experte Gustav Gressel einordnen. Er arbeitet beim European Council on Foreign Relations, das sich mit außenpolitischen Fragen beschäftigt. Was die Soldaten antreibt? "Das ist von Individuum zu Individuum sehr unterschiedlich", erklärt er. Das komplette Interview und weitere Hintergründe zu Legionären im Krieg hört ihr in dieser Folge.

Ukraine-Krieg: Reporter Jan Jessen trifft in der Ukraine Betroffene

Jan Jessen ist Politikchef der Neuen Ruhr / Neuen Rhein Zeitung (NRZ) der FUNKE Mediengruppe in Essen. Er berichtet seit Jahren über die Konflikte in der Welt. Gemeinsam mit FUNKE-Fotograf Reto Klar hat er mehrfach die Ukraine besucht, unterstützt durch den ukrainischen Organisator und Journalisten Oleg Reshetniak und die Übersetzerin Dasha Sachkova.

Jan Jessen hat in der Ukraine Menschen getroffen, die alles verloren haben: Freunde, Familie, ihr Zuhause. Im Podcast „So fühlt sich Krieg an“ erzählen Betroffene ihre Geschichten. Es sind Geschichten voller Trauer und Schmerz. Mit Expertinnen und Experten ordnen wir die Geschichten ein, um sie besser zu verstehen.

Hier finden Sie alle Podcast-Folgen in der Übersicht:

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Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.