Beweisanträge, Stellungnahmen, neue oder alte Zeugen oder doch noch eine weitere Wendung? Vor Überraschungen ist man nicht gefeit in der Verhandlung um Kindesentführung am Landgericht Hamburg, die auch am 84. Prozesstag an diesem Montag (2. November) klären soll: Wer der sieben Angeklagten inklusive Christina Block und Gerhard Delling ist in das Kidnapping von Klara und Theo in der Silvesternacht 2023/2024 eingebunden gewesen? Block und Delling sagen: Wir nicht.
Das unter dem Aktenzeichen 632 KLs 10/25 verhandelte Verfahren der Vorsitzenden Richterin Isabel Hildebrandt begann zäh am Montag und endete abrupt. Es wurde die Flut an Akten und neuen Beweisanträgen kurz vor Fristende diskutiert. Die Staatsanwältin monierte, dass die Beweisanträge von Christina Block einer „Verschleppung des Prozesses“ gleichkämen. Marko Voß, Verteidiger von Anwalt C., schloss sich dagegen einigen Beweisanträgen von Block-Anwalt Ingo Bott an.
Dabei geht es unter anderem um Funkzellenabfragen zu Christina Blocks Handy. Bott will damit zeigen, dass seine Mandantin an einem von den Israelis behaupteten Treffen gar nicht teilgenommen haben könne.


