Am 17. August 2026 kamen 352 Passagiere und 24 Besatzungsmitglieder bei einem Landeanflug auf den Flughafen München mit dem Schrecken davon. Der Airbus A380 setzte bei äußerst schwierigen Wetterbedingungen bereits 19 Meter vor der Schwelle der Landebahn 26L auf. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

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Ein veröffentlichter Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU), den das „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ ausgewertet hat, zeigt jedoch, dass die Piloten die Höhe des Flugzeugs während des Anflugs falsch eingeschätzt hatten.
Fehleinschätzung der Piloten: Anflug hätte in einer Katastrophe enden können
Der Bericht der BFU schildert laut RND die äußerst schwierigen Wetterbedingungen beim Landeanflug des Lufthansa-Airbus auf den Flughafen München. Die Maschine war als Flug LH459 aus San Francisco angekündigt. Zum Zeitpunkt der Landung herrschten am Flughafen Gewitter, Starkregen und schlechte Sichtverhältnisse. Die Piloten schätzten die Sicht auf die Anflugbefeuerung auf höchstens 500 Meter, für eine sichere Landung wären mindestens 800 Meter erforderlich gewesen. Auch die optischen Gleitweganzeigen neben der Landebahn konnten die Piloten nach eigenen Angaben nicht erkennen.
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Zusätzlich erschwerten technische Schwierigkeiten den Anflug. Das Instrumentenlandesystem (ILS) der betreffenden Landebahn stand aufgrund von Bauarbeiten nicht zur Verfügung. Stattdessen kam ein satellitengestütztes Anflugverfahren zum Einsatz.
Wie das RND weiter schreibt, steuerte der Co-Pilot das Flugzeug während des Anflugs manuell. Dabei geriet der Airbus unter den vorgesehenen Gleitpfad. Erst in einer Höhe von nur zehn Metern bemerkte der Kapitän, dass sich die Maschine zu tief über dem Boden befand. Bei der Landung wurden sieben Reifen des Flugzeugs sowie drei Leuchten der Landebahnbefeuerung beschädigt.
Neue Vorgaben der Lufthansa sollen Sicherheit verstärken
Als Reaktion auf den Beinahe-Unfall hat Lufthansa neue Sicherheitsmaßnahmen angeordnet, heißt es beim RND. Diese gelten für alle Flugzeuge der Typen Airbus A380 und A350 sowie für entsprechend ausgestattete A320‑Maschinen, die das verwendete satellitengestützte Anflugverfahren mit elektronischer Gleitwegführung nutzen. Die Flugführungsanzeigen und das automatische Flugsystem müssen ab dem Erreichen der veröffentlichten Anflugmindesthöhe abgeschaltet werden.
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Zudem schreibt die Lufthansa vor, dass der Anflug nur fortgesetzt werden darf, wenn ausreichende Sichtreferenzen vorhanden sind.






