Wald- und Flächenbrände sind in Deutschland kein neues Phänomen: Diesen Sommer litt die Natur besonders unter dem Klimawandel. 2026 ist nach einer Auswertung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) bei Vegetationsbränden doppelt so viel Fläche verbrannt wie im Schnitt der vergangenen zehn Jahre. Was einer der größten Waldbrände Deutschlands in diesem Jahr betrifft, sei aktuellen Ermittlungen zufolge allerdings nicht die Trockenheit und Hitze schuld.

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Der verheerende Hürtgenwald-Brand, der größte Waldbrand in der Geschichte Nordrhein-Westfalens, ist nach derzeitigem Ermittlungsstand wohl durch Fremdeinwirkung ausgelöst worden. Bislang lasse sich allerdings nicht abschließend klären, ob das Feuer fahrlässig oder vorsätzlich verursacht worden sei, teilte die Staatsanwaltschaft Aachen mit. Tatverdächtige seien nicht ermittelt worden. Das Verfahren werde weiterhin gegen Unbekannt geführt.

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Nach Angaben der Staatsanwaltschaft ist von zwei voneinander unabhängigen Ausgangsorten des Brandes auszugehen. „Zwischen den Brandereignissen besteht jedoch ein zeitlicher und örtlicher Zusammenhang“, teilte die Staatsanwaltschaft mit, ohne weitere Details zu nennen. 

Eine Verursachung durch Weltkriegsmunition werde ausgeschlossen. Nach derzeitigem Stand kämen auch sämtliche weiteren Ursachen in Betracht. Eine Einschränkung gelte für einen der Brandursprünge: Dort könne eine Verursachung durch Gegenstände ausgeschlossen werden, die aus Kraftfahrzeugen geworfen worden seien. Das Gelände sei ausgesprochen steil und werde weder von Wegen noch von Straßen gesäumt, erklärte die Staatsanwaltschaft.

177 Hinweise seien eingegangen. Keiner davon habe zu einem Ermittlungsansatz von relevanter Bedeutung geführt. Darüber hinaus teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass die Auswertung der Funkzellendaten abgeschlossen sei. „Hieraus haben sich keine für die Ermittlungen relevanten Erkenntnisse ergeben“, hieß es.

mit dpa