Die Versorgung mit dem Flugtreibstoff Kerosin ist am Frankfurter Flughafen angespannt, wie die Lufthansa mitteilt. Um mögliche Engpässe abzufedern, lässt die Fluglinie nun nach eigenen Angaben Maschinen auf ausgewählten Strecken bereits vor dem Abflug zusätzlich Treibstoff aufnehmen. Der Konzern will damit den Flugbetrieb absichern – Flugstreichungen seien derzeit nicht zu erwarten.

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Hintergrund der angespannten Versorgungslage ist laut Lufthansa unter anderem eine reduzierte Kapazität der Pipeline-Anbindung. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung wird zudem der niedrige Rheinpegel als möglicher Belastungsfaktor für die Versorgung genannt, da Tankschiffe den Fluss nur eingeschränkt beladen befahren könnten. 

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport teilte mit, es finde derzeit eine turnusgemäße Wartung einer Pipeline statt, die auch den Flughafen mit Kerosin versorge. Ein Engpass durch diese Routine-Wartung werde wegen anderer Versorgungswege und großer Tank-Speichermöglichkeiten nicht erwartet. „Die Betriebsfähigkeit des Flughafens ist somit davon nicht beeinträchtigt“, so Fraport. 

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Laut „Bild“ hat die Lufthansa ihre Piloten angewiesen, auf bestimmten Flügen mehr Kerosin als für die jeweilige Strecke erforderlich zu tanken. Das sogenannte Tankering soll den Bedarf an zusätzlichem Treibstoff in Frankfurt verringern. Betroffen seien demnach vor allem Kurz- und Mittelstreckenverbindungen, zunehmend aber auch Langstreckenflüge. 

Nach „Bild“-Informationen sehen die Vorgaben für Flugzeuge der Airbus-A320-Familie eine Obergrenze von acht Tonnen zusätzlichem Kraftstoff vor. Bei der Flugplanung solle zugleich darauf geachtet werden, dass durch das zusätzliche Gewicht keine Einschränkungen bei der Beförderung von Passagieren oder Fracht entstünden. 

Die Lufthansa betonte, mit den ergriffenen Maßnahmen einen verlässlichen Flugbetrieb sicherstellen zu wollen. Nach Angaben der „Bild“-Zeitung sollen die Maßnahmen bis auf Weiteres gelten und an die Entwicklung der Lage angepasst werden.

os/dpa