Zwischen alten Rucksäcken, Schlafsäcken und Plastikflaschen machen Einsatzkräfte auf der Zugspitze einen ungewöhnlichen Fund: Bei einer Aufräumaktion am Höllentalferner entdecken sie Knochen. Ob diese von einem Menschen stammen, ist bislang unklar. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

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Wie die Bergwacht Grainau mitteilte, wurden die Knochen am Wochenende bei den Arbeiten am Gletscher gefunden. Ein beteiligter Bergwachtarzt hält es einem Bericht des „Münchner Merkur“ zufolge für möglich, dass es sich um menschliche Überreste handelt. Die Knochen sollen nun genauer untersucht werden. Außerdem prüfen die Ermittler demnach, ob ein Zusammenhang mit möglichen Vermisstenfällen besteht.

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Zwei Kameras und 700 Kilogramm Müll

Neben den Knochen fanden die Einsatzkräfte unter anderem zwei GoPro-Kameras. Auch zahlreiche alte oder beschädigte Ausrüstungsgegenstände wie Rucksäcke, Schlafsäcke, Steigeisen und Stöcke lagen auf dem Gletscher. Hinzu kam gewöhnlicher Alltagsmüll, darunter Plastikflaschen.

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Bei der Aufräumaktion wurden insgesamt drei sogenannte Big Bags mit einem Gesamtgewicht von rund 700 Kilogramm ins Tal geflogen. An dem Einsatz waren nach Angaben der Bergwacht 14 Einsatzkräfte aus Grainau, zwei Beamte der Alpinen Einsatzgruppe West und vier Besatzungsmitglieder der bayerischen Polizeihubschrauberstaffel beteiligt.

Höllentalferner könnte in den 2030er-Jahren verschwinden

Die Aufräumarbeiten waren Teil eines Ausbildungswochenendes. Neben dem Einsammeln des Mülls standen auch Rettungsübungen auf dem Programm. Die Besatzung des Polizeihubschraubers trainierte unter anderem Landungen und Windenoperationen im anspruchsvollen Gebirgsgelände.

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Der Höllentalferner liegt am Nordosthang der Zugspitze im Wettersteingebirge und gilt als Deutschlands größter Gletscher. Er liegt geschützt in einem schattigen Felskessel. Dennoch dürfte auch er dem Klimawandel nicht dauerhaft standhalten: Experten gehen davon aus, dass er in den 2030er-Jahren vollständig verschwunden sein könnte. Dann gäbe es in Deutschland keine Gletscher mehr.

Bis geklärt ist, woher die gefundenen Knochen stammen, bleibt offen, ob der Fund mit einem früheren Unglück oder einem Vermisstenfall in Verbindung steht.

mkx