Papst Leo XIV. ist am Dienstag für eine Operation an der Lunge in die römische Gemelli-Klinik gebracht worden. Das Oberhaupt von weltweit rund 1,4 Milliarden Katholiken kam im Auto mit Polizeieskorte an. Der Eingriff soll nach Angaben des Vatikans am Nachmittag stattfinden. Eine genaue Uhrzeit wurde zunächst nicht bestätigt. Über den Verlauf soll zeitnah informiert werden.

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Der 71-Jährige hatte am Sonntag nach dem Angelusgebet erklärt, dass bei einer Routineuntersuchung ein begrenzter Knoten in der Lunge entdeckt worden sei. Dieser sei in einem „sehr frühen Stadium“ und „gut lokalisiert“. Auf Anraten der Ärzte habe er sich zur Entfernung des Knotens für die Operation entschieden.
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Ein Knoten in der Lunge kann verschiedene Ursachen haben, etwa frühere Entzündungen, gutartige Wucherungen, aber auch Lungenkrebs oder Metastasen. Endgültige Klarheit bringt oft erst eine Gewebeprobe. Viele zufällig entdeckte Knoten sind nicht bösartig.
Nach Angaben von Vatikan-Sprecher Matteo Bruni brauche der Papst nach dem Eingriff etwa eine Woche Erholung. Die Gemelli-Klinik hat einen eigenen Trakt für Papst-Aufenthalte. Wegen einer Renovierung wird Leo Medienberichten zufolge aber nicht im Papstzimmer untergebracht. Alle Termine des Papstes wurden bis zum 20. Oktober abgesagt. Zur geplanten Südamerika-Reise vom 6. bis 17. November nach Uruguay, Argentinien und Peru machte der Vatikan bislang keine Angaben.

Auch das Bischofstreffen im Vatikan ist von der Operation betroffen. Die rund 120 Teilnehmer schickten dem Papst am Dienstag eine Grußbotschaft. Darin versicherten sie ihm ihre Nähe und wünschten ihm „rasche Genesung“.
aino/epd/kna/dpa





