Der Südosten der USA macht sich für den Tropensturm „Isaias“ bereit. Laut Angaben des nationalen Hurrikan-Zentrums der USA könnte er sich zu einem „starken Hurrikan“ mit zerstörerischen Winden, gefährlichen Sturmfluten und sintflutartigen Regenfällen entwickeln. Es wäre zu einer ungewöhnlich späten Zeit des Jahres der erste Hurrikan auf der Ostseite der USA.

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„Wir erwarten ab Freitag bis ins Wochenende hinein vielfach gefährliche, lebensbedrohende Auswirkungen entlang Abschnitten der nördlichen Golfküste“, sagte Michael Brennan, der Direktor des Hurrikan-Zentrums, am Mittwoch (Ortszeit). 

Laut CNN bestätigte am späten Mittwochabend (Ortszeit) ein „Hurrikan-Jäger“-Flugzeug, dass Isaias nun anhaltende Windgeschwindigkeiten von rund 120 Kilometern pro Stunde erreicht hatte und damit zu einem Hurrikan der Kategorie 1 geworden war. Der Sturm befindet sich etwa 740 Kilometer südwestlich der Mündung des Mississippi und wird voraussichtlich noch einen weiteren Tag lang in nordöstlicher Richtung ziehen, bevor er scharf in Richtung der nördlichen Golfküste abbiegt und dabei weiter an Stärke gewinnt.

News aus den USA

Sturm „Isaias“: Gouverneur von Florida ruft Notstand aus

Der Sturm soll auf seinem vorhergesagten Weg in den US-Bundesstaaten Florida, Alabama und Mississippi später am Freitag (Ortszeit) auf Land treffen und dann weiter nach Norden ziehen. Von Sturm und starkem Regen soll dann auch Georgia betroffen sein. Auch in New Orleans dürften die Auswirkungen noch deutlich zu spüren sein. Im August 2005 hatte dort der Hurrikan Katrina für eine verheerende Naturkatastrophe mit knapp 1400 Toten gesorgt.

Ab Freitag werden heftige Regenfälle, starke Winde und Sturmfluten die Golfküste erreichen, und diese Auswirkungen könnten sich weit über die oben beschriebene Vorhersagebahn hinaus erstrecken, insbesondere nach Osten. Der republikanische Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, hat bereits am Dienstag für 25 Bezirke den Notstand ausgerufen und die Einwohner aufgefordert, Katastrophenpläne zu erstellen und Notvorräte für den Fall eines Hurrikans anzulegen. Staatliche Notfallteams lagern Generatoren, Treibstoff, Lebensmittel, Wasser und Hochwasserschutzbarrieren in den Regionen Tallahassee und Santa Rosa ein, um die Hilfsmaßnahmen zu unterstützen.

dw/dpa