Im Hafen von Thessaloniki sind Hunderte Granaten, Bomben und andere Geschosse aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Die Munition liegt auf dem Meeresboden in einem Bereich, in dem der sechste Hafenpier erweitert werden soll. Das berichtet der griechische Staatssender ERTNews.
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Gefunden wurden die Sprengkörper bei einer sogenannten magnetischen Untersuchung. Dabei suchen Fachleute mit Messgeräten nach Metall unter dem Meeresboden. Nach Angaben des Nachrichtenportals Voria befinden sich unter den Funden auch rund 80 Bomben, die jeweils mehr als 50 Kilogramm wiegen.
Weltkriegsmunition blockiert Hafenausbau in Thessaloniki
Vermutlich stammt das Arsenal aus den letzten Monaten der deutschen Besatzung Griechenlands. Als sich die Wehrmacht im Oktober 1944 aus Thessaloniki zurückzog, während die sowjetischen Truppen auf dem Balkan vorrückten, sollen deutsche Einheiten einen Teil ihrer Munition im Meer versenkt haben. Mehr als 80 Jahre später wird dieses Kriegsrelikt nun zum Hindernis für den Ausbau des Hafens.
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Die Arbeiten am neuen Pier sollen bis März 2027 abgeschlossen sein. Zuvor muss der Meeresboden jedoch geräumt und die Munition unschädlich gemacht werden. Die örtlichen Behörden hätten die Regierung in Athen deshalb um Unterstützung gebeten, heißt es beim griechischen Rundfunk. Erst wenn die Sprengkörper beseitigt sind, können die Arbeiten ohne zusätzliches Risiko fortgesetzt werden.
mit dpa







