Nach der gescheiterten Hinrichtung der verurteilten Mörderin Christa Pike im US-Bundesstaat Tennessee hat sich nun US-Präsident Donald Trump zu dem Vorfall geäußert. Auf Nachfrage eines Journalisten sagt er: „Das war eine interessante Situation.“

Panne bei Vollstreckung der Todestrafe im US-Bundesstaat Tennessee

Die wegen Mordes zur Todesstrafe verurteilte Christa Pike sollte am Mittwochabend mit einer Giftspritze hingerichtet werden. Doch nachdem ihr nach Angaben der Behörden die im Protokoll vorgesehenen zwei Dosen des Mittels Pentobarbital verabreicht worden waren, lebte die 50‑Jährige weiter. Sie wurde anschließend in eine medizinische Einrichtung außerhalb des Gefängnisses gebracht. Laut Angaben ihrer Anwälte befindet sie sich aktuell in einem kritischen Zustand, lebensrettende medizinische Maßnahmen seien nötig. Wie Pikes Prognose ist und welche gesundheitlichen Folgen sie davontragen könnte, ist bislang unklar.

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US-Präsident Donald Trump: „Wie kann so etwas passieren?“

Donald Trump bestätigt: „Da war eine Hinrichtung, bei der die Medikamente nicht ganz gewirkt haben.“ Er könne jedoch keine Angabe dazu machen, ob die Todesstrafe in einem neuen Versuch vollstreckt werden soll. Darüber, wie es überhaupt zu dem Vorfall kommen konnte, zeigt sich der US-Präsident ratlos: „Wie kann so etwas passieren? So etwas sollte eigentlich nicht allzu schwierig sein, oder?“

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Fall Christa Pike: Papst Leo XIV. bat offenbar um Aussetzung der Todesstafe

Einem italienischen Medienbericht zufolge hat sich auch Papst Leo XIV. zu dem Fall Christa Pike geäußert. Der Vatikan habe sich demnach bereits vor dem gescheiterten Hinrichtungsversuch gegen die Vollstreckung der Todesstrafe eingesetzt, berichtete die Zeitung „La Repubblica“. Eine Antwort habe der Heilige Stuhl allerdings nicht erhalten, hieß es weiter. Eine Bestätigung des Berichts aus dem Vatikan gab es zunächst nicht.

Papst Leo XIV.
Papst Leo XIV. setzte sich für Aussetzung von Pike-Hinrichtung ein. (Symbolbild)© Aurelien Morissard/AP/dpa | Aurelien Morissard

Leo forderte schon weltweite Abschaffung der Todesstrafe

Leo – der erste Papst aus den USA – forderte schon in der Vergangenheit die weltweite Abschaffung der Todesstrafe. Anlässlich des 15. Jahrestages der Abschaffung der Todesstrafe im US-Bundesstaat Illinois erklärte das katholische Kirchenoberhaupt im April, die Würde des Menschen gehe auch nach dem Begehen sehr schwerer Verbrechen nicht verloren. Menschliches Leben müsse geschützt werden.

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Bischöfe aus dem US-Bundesstaat Tennessee, in dem Pike hingerichtet werden sollte, hatten sich ebenfalls im Vorfeld für die Aussetzung der Hinrichtung eingesetzt. Die Bischöfe von Nashville, Memphis und Knoxville hätten den Gouverneur von Tennessee, Bill Lee, dazu aufgefordert, hieß es in einer Erklärung. Sie erklärten, „weiter in allen Belangen für das Leben einzutreten und die Menschenwürde zu verteidigen, die jeder Mensch als Kind Gottes besitzt.“

as mit dpa