Die britische Regierung will mehr Einnahmen aus dem Tourismus generieren. Laut einer aktuellen Meldung der Nachrichtenagentur PA plant sie, den Regionalbürgermeistern in England die Möglichkeit einzuräumen, eine regionale Übernachtungsabgabe auf Hotelaufenthalte zu erheben. Die entsprechenden Pläne sollen den Bürgermeistern bereits von Wohnungsbauministerin Angela Rayner vorgestellt worden sein. Die neue Abgabe könnte demnach zeitnah vom Parlament beschlossen werden.
Touristensteuer in britischen Städten: Übernachtungen werden teurer
Der Entwurf sieht vor, einen prozentualen Anteil des Übernachtungspreises als Abgabe zu erheben. Die Höhe soll regional unterschiedlich ausfallen können und von den Städten selbst festgelegt werden. Eine Obergrenze ist bislang nicht vorgesehen. Die britische Regierung geht jedoch davon aus, dass die Abgabe voraussichtlich nur wenige Prozent des Übernachtungspreises betragen wird. Londons Bürgermeister Sadiq Khan hat in diesem Zusammenhang bereits erklärt, dass die Abgabe in der Hauptstadt fünf Prozent nicht überschreiten solle.
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Die zusätzlichen Einnahmen sollen unter anderem in den Ausbau und die Verbesserung der Infrastruktur sowie des öffentlichen Verkehrs fließen. In der Hotel- und Tourismusbranche stößt die geplante Abgabe jedoch auf Kritik. Vertreter der Branche befürchten, dass Reisenden dadurch weniger Geld für weitere Ausgaben während ihres Aufenthalts zur Verfügung stehen könnte.
Tourismusabgabe im Trend: Schottland, Spanien und die Niederlande als Vorbild
Tourismusabgaben sind mittlerweile in zahlreichen europäischen Reisezielen etabliert. Als Vorreiter gilt Venedig, das 2024 eine Abgabe für Tagesbesucher ohne Übernachtung eingeführt hat. Inzwischen beträgt sie bis zu zehn Euro. Auch Mailand und Barcelona zählen zu den beliebten Reisezielen, die eine regionale Tourismusabgabe erheben.

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In Schottland wurde zudem die sogenannte „Visitor Levy“ eingeführt. Sie sieht einen Aufschlag von fünf Prozent auf den Nettoübernachtungspreis vor, der auf maximal fünf Übernachtungen begrenzt ist.
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Spitzenreiter bei der prozentualen Abgabe ist Amsterdam. Die Stadt erhebt mit 12,5 Prozent die höchste Bettensteuer Europas. Zusätzlich wurde zum 1. Januar 2026 die Mehrwertsteuer auf Übernachtungen in den Niederlanden von neun auf 21 Prozent angehoben. Dadurch sind Hotelaufenthalte für Reisende nochmals teurer geworden.






