Marlon B. James war über viele Jahre musikalisches Mitglied der Band Söhne Mannheims und hatte maßgeblichen Anteil an deren Erfolgen. Nach seinem Rückzug aus dem Musikgeschäft im Jahr 2017 zog er nach Jamaika. Dort soll es laut lokalen Medienberichten zu einem Überfall gekommen sein, bei dem Marlon B. James erschossen wurde. Die Band veröffentlichte inzwischen eine Abschiedsbotschaft auf Instagram.
Marlon B. James: Opfer eines Gewaltverbrechens
Laut einem Bericht der jamaikanischen Zeitung „Gleaner“ wurde Marlon B. James am Mittwoch, dem 9. September, gemeinsam mit zwei weiteren Personen Opfer eines Gewaltverbrechens. Demnach fuhren gegen 16.40 Uhr Ortszeit bewaffnete Männer mit einem Fahrzeug vor und eröffneten das Feuer. Die Tat ereignete sich in einer Bar in Robins Bay, einer vergleichsweise ruhigen Gegend im Norden Jamaikas. Die Zeitung nennt die drei Todesopfer namentlich.
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Die Täter waren unmittelbar nach der Tat geflüchtet. Die Major Investigation Division als verantwortliche Polizeibehörde hat die Ermittlungen zu der Tat aufgenommen.
Nach Angaben des Pressesprechers der Söhne Mannheims müsse davon ausgegangen werden, dass es sich bei einem der Opfer um Marlon B. James handle. Alter und vollständiger Name stimmten überein, berichtet der „Spiegel“. Die Band selbst nahm bereits mit einem RIP-Beitrag auf Instagram Abschied von ihrem langjährigen Mitglied.
Marlon B. James prägte die Musik der Söhne Mannheims
Marlon B. war bereits Anfang der 1990er-Jahre in Frankfurt am Main musikalisch aktiv. 1991 erschien beim Plattenlabel Hansa seine Single „Da La De La (Africa Center of the World)“, die von Kerim Saka und Mike Wonder in Frank Farians Tonstudio in Rosbach produziert wurde. Als das Musikerkollektiv Söhne Mannheims gegründet wurde, gehörte Marlon B. von Beginn an zum festen Kreis der Musiker. Für das Debütalbum „Zion“ steuerte er drei Songs bei.

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Marlon B. prägte die musikalische Entwicklung des Kollektivs maßgeblich und brachte unter anderem Elemente aus Reggae und Patois ein. 2017 zog er sich aus dem Musikgeschäft zurück und ging nach Jamaika. Dort soll er Medienberichten zufolge eine Bar betrieben haben, vor der er nun erschossen worden sein soll.





