Michael Mendl ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Seine Agentin bestätigte den Tod gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet. Er sei „friedlich eingeschlafen“.

Jeden 2. Sonntag
Ein FUNKE Liebe
Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.
Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.
Mendl spielte in Kinofilmen wie „Der Untergang“ und „Barfuss“ mit, er war in TV-Filmen von ARD und ZDF und in der Netflix-Serie „Dark“ zu sehen. Historische Figuren spielte er öfter. Für seine Rolle als ehemaliger Kanzler Willy Brandt im Film „Im Schatten der Macht“ gewann er eine Goldene Kamera. Im Dokudrama „Karol Wojtyla“ spielte er Papst Johannes Paul II. und im Drama „Die Gustloff“ einen Kapitän.
Diese Prominenten sind 2026 gestorben
Michael Mendl mit 82 Jahren gestorben: Von der Theaterbühne zum Film
Geboren wurde er 1944 im westfälischen Lünen als uneheliches Kind eines katholischen Priesters. Anfangs wuchs er im Ruhrgebiet auf. Später studierte Mendl kurz in Wien, dann ging er an die Folkwangschule in Essen. Er stand jahrelang auf Theaterbühnen. Erst spät kam er zum Film. Da habe er wahnsinnig Glück gehabt, sagte Mendl der Deutschen Presse-Agentur in einem Interview im Jahr 2019. In Fernsehfilmen spielte er durchaus den TV-Charmeur. Aber Mendl fand, er sei kein strahlender Liebhaberheld. „Sondern ich bin ein Charakterheld. Ich spiele die schweren, auch die bösen Rollen.“
Mendl lebte längere Zeit in München, später zog er nach Berlin. In der Netflix-Serie „Dark“, die viele Fans hatte, spielte er den ehemaligen Chef eines Kernkraftwerks. Man sah ihn auch in vielen Krimis und TV-Reihen mit Gastauftritten.
Der Schauspieler hatte im Laufe seines Lebens immer wieder mit Krebserkrankungen zu kämpfen. Dem Magazin „Bunte“ sagte Mendl im Jahr 2024: „Ich habe meinen Krebs geliebt. Er ist Teil meines Körpers gewesen, ich konnte ihn nicht amputieren. Meine Tochter, die bei AstraZeneca arbeitet, hat sich auch sehr mit diesem Thema beschäftigt. Sie meinte: ‚Du hast nur eine Chance: Akzeptiere diesen Zustand!‘ Je freundlicher ich also bin, dachte ich, desto eher lässt mich der Krebs in Ruhe. Und so war es ja dann auch.“
Mehr in Kürze.
pvt/dpa








































