Der Sommer ist noch nicht ganz vorbei. In Teilen Deutschlands steigen die Temperaturen in den kommenden Tagen noch einmal über die 30-Grad-Marke. Allerdings zeigt sich das Wetter zweigeteilt: Während im Süden hochsommerliche Temperaturen erwartet werden, wird es im Norden deutlich unbeständiger.

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„Der Hochsommer kommt zurück, aber nur in der Südhälfte“, sagt Meteorologe Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Am Freitag werden südlich von Main und Mosel 26 bis 32 Grad erwartet. Im Norden bleibt es dagegen bei 18 bis 25 Grad. Dort kann es zeitweise kräftig regnen, zudem sind einzelne Gewitter und zum Teil stark böiger Wind möglich.

Neue Hitzewelle? Norden bleibt kühler – Süden schwitzt bei bis zu 33 Grad

Hinter den großen Unterschieden steckt die aktuelle Wetterlage: Der Norden steht stärker unter dem Einfluss von Tiefdruckgebieten, die für Regen und zeitweise kräftigen Wind sorgen. Der Süden steht dagegen stärker unter dem Einfluss eines Hochs. Dort bleibt es häufiger trocken und sonnig. Die Grenze zwischen beiden Wetterlagen verläuft laut DWD ungefähr durch die Mitte Deutschlands.

Am Wochenende setzt sich der Hochdruckeinfluss auch im Norden stärker durch. Die Regenfälle lassen nach, die Sonne zeigt sich häufiger und der Wind schwächt sich ab. Bei den Temperaturen bleibt das Nord-Süd-Gefälle allerdings bestehen. Während im Norden 20 bis 26 Grad erreicht werden, sind im Süden bis zu 33 Grad möglich.

Auch zu Beginn der neuen Woche bleibt es zunächst sommerlich. Renate Molitor, Meteorologin bei wetter.com, erwartet in der kommenden Woche im äußersten Südwesten bis hin zum Rhein-Main-Gebiet noch einmal Temperaturen zwischen 30 und 32 Grad. Vereinzelt seien 33 Grad möglich. Von einer erneuten Hitzewelle könne keine Rede sein, sagt Molitor. Drei aufeinanderfolgende Tage mit mindestens 30 Grad werde es nicht geben. Für die hohen Temperaturen sorgt nach ihrer Einschätzung in erster Linie die Zufuhr sehr warmer Luft aus Nordafrika.

Wetterumschwung bringt Regen und sinkende Temperaturen

Danach dürfte sich das Wetter ändern. Molitor erwartet ab Dienstag, 8. September, kühlere Luft. In den folgenden Tagen werde es wechselhafter mit Schauern und einzelnen Gewittern bei Temperaturen um 20 Grad. Für das derzeitige Wasserdefizit seien die Niederschläge aus ihrer Sicht eine positive Entwicklung. Auch der DWD rechnet im Laufe der kommenden Woche mit einem Wetterwechsel. Ab Mitte der Woche sollen die Temperaturen auch im Süden sinken.

Für die kommenden zehn bis 14 Tage erwartet Molitor keine erneute längere Hitzeperiode. Deutschland bewege sich langsam Richtung Herbst. Nach den letzten warmen bis heißen Tagen folgt nach Einschätzung der Meteorologin vor allem „Herbstfeeling“.

sopi mit dpa