Der britische Schauspieler Tim Curry, der vor allem durch seine Darstellung des Dr. Frank-N-Furter in „The Rocky Horror Picture Show“ bekannt wurde, ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend unter Berufung auf seine Managerin. Andere Rollen wie die als Pennywise, der Clown, in der ursprünglichen Verfilmung von Stephen Kings „Es“ sowie die als gewiefter Hotelportier in „Kevin – Allein in New York“ machten ihn auch in den 1990er Jahren zu einem Star.

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Das Musical „Rocky Horror Show“, bei dem Curry die Hauptrolle hatte, sorgte 1973 im konservativen Großbritannien wegen dessen sexueller Freizügigkeit für Wirbel. Heute gilt vor allem der zwei Jahre nach der Uraufführung entstandene Film als Kult.
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Tim Curry: Oft in der Rolle des Bösewichts
Der Schauspieler und Sänger kam 1946 als Timothy James Curry in der Grafschaft Cheshire zur Welt. An der Universität Birmingham studierte er Schauspiel. Nach ersten Erfolgen beim Hippie-Musical „Hair“ wurde Curry von „Rocky Horror“-Erfinder Richard O‘Brien für die Hauptrolle in der Show verpflichtet.
Am 16. Juni 1973 mimte der Mann mit der außergewöhnlichen Singstimme erstmals den Wissenschaftler Frank N. Furter vom Planeten Transsexual, der sich – fast wie sein Namensverwandter Frankenstein sein Monster – einen blonden Lustsklaven schafft. Die spätere Verfilmung machte den Mann mit dem breiten Grinsen weltbekannt.
Dabei war der Brite auch anderweitig tätig. In mehr als 30 Filmen war Curry zu sehen – meist in der Rolle des Bösewichts: Als
mörderischer Clown in der Verfilmung von Stephen Kings „Es“, als machtversessener Kardinal Richelieu in «Die drei Musketiere» oder eben als Hotel-Portier in „Kevin - Allein in New York“.
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Curry arbeitete nach einem Schlaganfall weiter als Sprecher
Am Broadway gehörte Curry außerdem zu den Superstars. Als Mozart in „Amadeus“ oder als King Arthur in „Spamalot“ feierte er große Erfolge. Auch am Londoner West End stand er regelmäßig auf der Bühne. Obendrein versuchte er sich als Popstar. Doch seine eigenen Alben – „Read My Lips“ (1978), „Fearless“ (1979) und „Simplicity“ (1981) – waren keine kommerziellen Erfolge.
2012 brach Tim Curry in seinem Haus in Los Angeles zusammen: Schlaganfall. Teilweise gelähmt saß der Schauspieler fortan im Rollstuhl und mied teils die Öffentlichkeit. Er arbeitete jedoch weiter als Sprecher. Als die „Rocky Horror Picture Show“ 2016 fürs Fernsehen neu verfilmt wurde, wirkte Curry als Erzähler mit. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er seine Autobiografie „Vagabond“, die er als Hörbuch einsprach.
os/dpa







































