Wer derzeit am Mont Blanc unterwegs ist, braucht nicht nur Kondition und Bergerfahrung, sondern vor allem einen sicheren Blick für die Gefahren. Die ungewöhnlich hohen Temperaturen der vergangenen Wochen haben den Berg instabiler gemacht. Nun ziehen die Behörden Konsequenzen: Mehrere beliebte Berghütten wurden mit sofortiger Wirkung geschlossen.

Jeden 2. Sonntag

Ein FUNKE Liebe

Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen – ehrlich, nah und alltagstauglich.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Betroffen sind die Tête-Rousse- und die Goûter-Hütte. Auch bereits geplante Besteigungen des Mont Blanc mit Bergführern wurden abgesagt, teilte die französische Gemeinde Saint-Gervais-les-Bains mit.

Steinschläge machen Route zum Mont Blanc gefährlich

Grund für die Maßnahme sind die Folgen der anhaltenden Hitzewellen. Die hohen Temperaturen hätten bereits zu „erheblichen Felsstürzen“ geführt, die tödlich enden könnten, erklärte die Gemeinde. Der Zugang zum Mont Blanc über das Goûter-Tal sei inzwischen „zu einer echten Falle“ geworden.

Die Gemeinde appellierte deshalb an Bergsteiger, die aktuellen Warnungen ernst zu nehmen. „Die Natur und der Berg selbst geben die Regeln vor, und jeder Bergsteiger muss Demut zeigen“, hieß es.

Auch interessant

Auch in sozialen Netzwerken kursieren derzeit Aufnahmen von massiven Steinschlägen. Darauf ist zu sehen, wie Gesteinsbrocken den Berg hinabstürzen und mehrere Wanderer nur knapp verfehlen. Das Fachportal Alpin.de warnte angesichts der Situation ebenfalls vor der Route. Wer trotz der Warnungen noch dort unterwegs sei, brauche derzeit vor allem „eine riesige Portion Glück“.

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von Instagram, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Nullgradgrenze liegt ungewöhnlich hoch

Wie angespannt die Situation ist, zeigt auch die Höhe der Nullgradgrenze. Sie lag am Dienstag laut Alpin.de bei rund 4300 Metern – und damit nur etwa 500 Höhenmeter unterhalb des Mont-Blanc-Gipfels, der 4807 Meter hoch ist.

Auch interessant

Die Hitze setzt dem Berg gleich auf mehreren Ebenen zu. Durch die hohen Temperaturen können sich Felsverbände lockern. Gleichzeitig verlieren Gletscher ihre schützende Schneedecke. Dadurch werden Bereiche freigelegt, die unter normalen Bedingungen weniger stark der Wärme ausgesetzt wären.

Die Entwicklung betrifft nicht nur den Mont Blanc. Auch in anderen Teilen der Alpen kämpfen Hüttenwirte bereits mit den Folgen der ungewöhnlichen Trockenheit und Hitze.

mkx