Nach einem Sprengstoffverdacht im fränkischen Treuchtlingen hat die Polizei Entwarnung gegeben. An dem Gegenstand wurde kein Sprengstoff entdeckt, wie es von der Polizei vor Ort hieß. Man gehe aber davon aus, dass der Gegenstand bewusst als Attrappe platziert worden war. Ein Techniker hatte das Objekt gegen 8.30 Uhr im Gleisbett an der Einfahrt zum Bahnhof der Stadt entdeckt, teilte ein Polizeisprecher mit.
Polizei röntgte verdächtigen Gegenstand in Treuchtlingen – kein Sprengstoff
Ein Entschärfer-Team der Bundespolizei hatte den Gegenstand untersucht, unter anderem wurde er geröntgt. Zwischenzeitlich hatten Einsatzkräfte vorsichtshalber „einige unmittelbar betroffene Gebäude“ geräumt, teilte die Landespolizei mit. Auch der Zugverkehr in dem Bereich wurde kurzzeitig eingestellt. Bei einer zweiten Untersuchung wurde der Gegenstand mit Hilfe eines Roboters angehoben.
Der Verdacht eines sprengstoffverdächtigen Gegenstands konnte bislang nicht entkräftet werden. Es sind weitere Untersuchungen der Spezialkräfte erforderlich. #T1208 https://t.co/4uBDr2jxWN
— Polizei Mittelfranken (@PolizeiMFR) 13. August 2026
Ein dpa-Reporter vor Ort berichtete von einem großen Blaulicht-Aufgebot bestehend aus Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz. Der Bereich um die Fundstelle war weiträumig abgesperrt, Autofahrer wurden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren. Die Sperrung für Passanten und Anwohner um Umkreis von etwa 100 Metern um die Fundstelle werden laut Polizei nun schrittweise wieder aufgehoben.
Treuchtlingen: Regio-Verkehr war laut Deutscher Bahn unterbrochen
Treuchtlingen liegt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zwischen Nürnberg und Ingolstadt, in Bayern. Die Stadt hat etwa 13.000 Einwohner. Die Polizei hatte Menschen gebeten, den Bereich zu meiden und weiträumig zu umfahren. Betroffen waren laut der Deutschen Bahn im Nahverkehr die RB 16, der RE 16 und der RE 60. Die Regionalzüge endeten vorzeitig an geeigneten Bahnhöfen, ein Ersatzverkehr mit Bussen und Großraumtaxen ist eingerichtet. Die Züge des Fernverkehrs wurden über Ingolstadt umgeleitet.
Die Stadt ist ein ehemals wichtiger Bahnknotenpunkt, die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt verläuft aber weiter östlich. Entsprechend waren die ICE-Verbindungen zwischen München und Nürnberg nicht betroffen.
pcl/viv/dpa/AFP


