Eigentlich wollte David Cifaldi mit zwei Freunden den höchsten Berg im US-Bundesstaat Montana erklimmen. Doch kurz vor dem Gipfel rutschte der 32-Jährige aus – und spießte sich bei dem Sturz mit seinem eigenen Trekkingstock auf. Die Stahlspitze drang unter seinem linken Arm in den Körper ein und trat auf der Rückseite wieder aus. Trotzdem entschied sich der Krankenpfleger gegen eine Hubschrauberrettung.
Der Grund: die möglichen Kosten. Statt auf Hilfe aus der Luft zu warten, beschloss Cifaldi, den Berg auf eigene Faust wieder zu verlassen.
Trekkingstock steckt im Körper – trotzdem geht es zu Fuß ins Tal
„Ich meinte nur: Wir müssen hier runter vom Berg“, erzählte Cifaldi später. Wie der US-Nachrichtendienst CNN berichtet, seien seine beiden Begleiter zunächst skeptisch gewesen. Der 32-Jährige blieb jedoch ruhig. Als auf Wundversorgung spezialisierter Krankenpfleger schätzte er seine Verletzung selbst ein.
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Er sei bei Bewusstsein gewesen, habe kaum Schmerzen oder Blutungen gehabt und der Trekkingstock habe sich nicht bewegt. Deshalb ging er davon aus, dass lebenswichtige Organe nicht verletzt worden seien. „Es ist ja nur eine Fleischwunde“, sagte er zu seinen Freunden.
Die Wandergruppe informierte die örtlichen Behörden mithilfe eines satellitengestützten Kommunikationsgeräts über ihren Plan zur Selbstrettung. Anschließend machten sich die drei Männer auf den Rückweg.
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Sechs Stunden Marsch mit dem Stock im Körper
Der Abstieg führte über eine nicht markierte Route, vorbei an Felsblöcken und Schneefeldern. Erst später erreichten sie wieder einen regulären Wanderweg. Nach mehr als sechs Stunden und rund 16 Kilometern kamen sie schließlich an einem Wanderparkplatz an, an dem eines der Autos stand.
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Von dort fuhren sie zunächst zu einer nahegelegenen Klinik. Die Ärzte verwiesen Cifaldi jedoch an das St. Vincent Regional Hospital in Billings – ausgerechnet das Krankenhaus, in dem er selbst arbeitet. Dort entfernten Ärzte schließlich den Trekkingstock und versorgten die Wunde. Kurz darauf konnte der 32-Jährige bereits wieder arbeiten.
Hohe Kosten spielten bei der Entscheidung eine Rolle
Rückblickend bereut Cifaldi seine Entscheidung nicht. Zwar seien Such- und Rettungseinsätze in der Region kostenlos, erklärte er. Für einen Rettungshubschrauber gelte das jedoch nicht.
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„Der Einsatz von Such- und Rettungskräften ist kostenlos. Der Flug hingegen nicht“, sagte der Krankenpfleger. Die möglichen Kosten hätten deshalb bei seiner Entscheidung eine wichtige Rolle gespielt. Gleichzeitig betonte er, dass er sich jederzeit an die Rettungskräfte hätte wenden können und mit seinen beiden Freunden erfahrene Begleiter an seiner Seite gehabt habe.
mkx mit AP






