Ein außergewöhnlicher archäologischer Fund sorgt derzeit vor der Küste der süditalienischen Region Kalabrien für Aufsehen: Bei
Unterwasseruntersuchungen für ein Offshore-Windenergieprojekt des spanischen Unternehmens Acciona Energia ist ein antikes Schiffswrack aus dem Zeitraum des 5. bis 4. Jahrhunderts v. Chr. lokalisiert worden. An Bord des gut erhaltenen Wracks befinden sich mehr als 300 Amphoren, die einst Wein, Öl oder andere Handelsgüter transportierten.

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Die Entdeckung wurde von einem Forschungsteam mithilfe moderner Sonar- und Fernerkundungstechnologien sowie spezialisierter Tauchroboter gemacht, die eine präzise Kartierung des Meeresbodens ermöglichten. Das Wrack könnte eine zentrale Rolle für das Verständnis der Antike im Mittelmeerraum spielen. Besonders die Verbindungen zwischen der Magna Graecia, Sizilien und anderen Regionen der antiken Welt stehen im Fokus der Forschung.
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Antiker Fund in Italien hat Auswirkungen auf Offshore-Windpark
Die große Zahl an Amphoren lässt Rückschlüsse auf die Organisation von Produktion, Lagerung und Export in der Antike zu und könnte neue Erkenntnisse über die wirtschaftliche Bedeutung der Küstenstädte Süditaliens liefern. Angesichts der außergewöhnlichen Bedeutung des Fundes wurde ein Projekt zur Erforschung, Bergung und späteren musealen Aufbereitung gestartet, das vom italienischen Kulturministerium finanziert werden soll.
„Die Geschichte hier in Kalabrien ist noch lebendig. Der Fund des Wracks ist außerordentlich, ein Schatz, der über 2000 Jahre lang im Meer verborgen geblieben war, ist jetzt ans Licht gekommen“, kommentierte der Präsident der Region Kalabrien, Roberto Occhiuto. Gleichzeitig unterstreichen Experten, dass die archäologische Entdeckung auch Auswirkungen auf die Planung des Offshore-Windparks haben wird. Der Meeresabschnitt, auf dem das Wrack gefunden wurde, wurde aus dem Projektgebiet ausgeschlossen, um den Schutz des Fundes zu gewährleisten.

Der spektakuläre Fund erinnert an die besondere historische Rolle der Region Kalabrien, die seit der Antike ein Knotenpunkt mediterraner Kultur und Wirtschaft ist. Nur wenige Kilometer entfernt von der Fundstelle des Wracks wurden 1972 die weltberühmten „Bronzi di Riace“ entdeckt – zwei Meisterwerke der griechischen Bildhauerkunst aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Die Bronzen von Riace sind zwei antike Bronzestatuen griechischer Krieger, die zu den bedeutendsten Kunstwerken der klassischen Antike zählen.
Seit über 500 Jahren liegt die venezianische Galeere auf dem Grund
Sie wurden vor der Küste der Stadt Riace in Kalabrien im Meer gefunden – zufällig von einem Hobbytaucher. Die Statuen zeigen zwei nackte, idealisierte griechische Krieger im Stil der klassischen griechischen Bildhauerei mit sehr realistischer Anatomie. Sie gelten heute als eines der bedeutendsten Symbole der archäologischen Schätze Kalabriens und befinden sich seit 1981 im Museo Archeologico Nazionale di Reggio Calabria.







