Als 1966 ein Weißwal den Rhein hinaufschwamm, war die Aufregung groß. Der Belugawal hatte damals über Wochen für Schlagzeilen gesorgt. Nun ist erneut ein Weißwal einen Fluss hinaufgeschwommen. Angelockt womöglich durch die laichenden Lachse. Gesichtet wurde das Tier im norwegischen Fluss Drammenselva. Erinnerungen werden auch an den kürzlich vor Dänemark verendeten Buckelwal Timmy wach. Denn der Belugawal in Norwegen könnte Schaden nehmen. Und er ist nicht der einzige Beluga, der kürzlich nahe der Küste gesehen wurde.

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Beluga sorgt in Norwegen für Aufsehen und lockt Schaulustige an

Das Verhalten des Belugas ist nicht gänzlich ungewöhnlich. Aus den Ozeanen um Kanada und Alaska weiß man, dass sich Exemplare auf den Weg die Flüsse aufwärts machen, um den ziehenden Lachsen zu folgen. In Europa jedoch wurde ein solches Verhalten bisher noch nicht beobachtet. Der Lebensraum von Belugas befindet sich eigentlich in arktischen und subarktischen Gewässern. Die Tiere mögen jedoch die Küstennähe. Bei Instagram etwa kursieren einige Videos, die den Beluga in der Drammenselva zeigen sollen. Für die Menschen vor Ort ein seltenes Naturschauspiel, das Schaulustige anzieht.

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In den Videos ist zu sehen, wie der schneeweiße Wal immer wieder über dem Wasser herausragt und nach Luft holt. Der Weißwal scheint sich laut der norwegischen Behörden nun im Lachsrevier bei Hokksund einquartiert zu haben, wie das Angler-Online-Magazin Blinker schreibt. Dort ist man jedoch in höchster Alarmbereitschaft und hat Warnungen an die dortigen Fischer herausgegeben. Denn der Meeressäuger könnte sich an Angelschnüren und Haken verletzen. Das soll in jedem Fall vermieden werden, heißt es.

Norwegen: Sicherheitszonen zum Schutz des Belugas an der Drammenselva eingerichtet

Der örtliche Jäger- und Angelverein hat in Kooperation mit der Nedre Eiker Laksegruppe und in enger Abstimmung mit dem norwegischen Fischereidirektorat Sicherheitszonen zum Schutz des Belugas eingerichtet. Eine 500 Meter umfassende Sicherheitszone gilt für das Angeln mit Rute oder Schleppgerät („Oter“) vom Boot aus. Eine 300 Meter umfassende Sicherheitszone wurde für das Fliegenfischen vom Ufer aus eingerichtet. Für den Schutz des Tieres sind lokale Aufseher unterwegs, um die Einhaltung dieser Regeln an der Drammenselva zu kontrollieren.

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Um den Zustand des Belugas zu beurteilen, wurden Videoaufnahmen gemacht. Nach deren Sichtung kamen Experten zu dem Ergebnis: Dem Tier geht es gut. Der Weißwal befinde sich in normaler bis guter körperlicher Verfassung. Er weise zudem keine Anzeichen von Stress auf. Dennoch wird der tierische Gast ab sofort genau beobachtet: Tierschützer und Angler hoffen, dass das Tier den Weg selbstständig aus der Drammenselva zurück ins offene Meer findet.

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Erst am Pfingstsonntag soll ein Exemplar der Delphinverwandten in der Kieler Förde gesichtet worden sein. Segler hielten die Begegnung fest und bemerkten, dass das Tier über den für Beluga typischen weißen Körper verfügte. Mitte April dieses Jahres tollte ein Beluga durch die Flensburger Förde. Nun also die nächste Sichtung, viele Kilometer weiter nördlich.