Vor der dänischen Insel Anholt ist ein toter Buckelwal angespült worden. Wie die Umweltbehörde Miljøstyrelsen mitteilt, soll das Tier schon seit längerer Zeit tot sein. Bei dem Tier soll es sich um einen zehn bis 15 Meter langen Buckelwal handeln. Pläne, den Walkadaver zu bergen, gibt es aktuell nicht.

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Im Laufe des Tages soll dem toten Tier jedoch eine Gewebeprobe entnommen werden, wie mehrere dänische Medien berichten. So soll geklärt werden, ob es sich bei dem Wal um das Tier handelt, das erstmals Anfang März im Hafen von Wismar gesichtet wurde. Wal „Timmy“, wie das Tier getauft wurde, strandete mehrmals an verschiedenen Orten. Anfang Mai wurde der Wal mit einer privaten Rettungsaktion in den Skagerrak in der Nordsee gebracht. Gegenüber dem dänischen Sender DRTV wurde aber bereits die Vermutung geäußert, dass es sich um „Timmy“ handelt.
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Vor den Küsten Dänemarks werden immer wieder verschiedene Wale gesichtet, darunter auch Buckelwale. Strandungen kommen hingegen nur sehr selten vor. Wenn doch ein großer Meeressäuger in dem deutschen Nachbarland strandet, wird zunächst geprüft, ob etwa Universitäten oder Museen Interesse an Gewebeproben oder Knochen zu Forschungs- oder Lehrzwecken haben.
Besteht dieses Interesse nicht – und stellt der Wal auch keine größeren Beeinträchtigungen etwa für den Schiffsverkehr dar –, dann soll der Natur ihr freier Lauf gelassen werden. Etwaige Rettungsversuche sollten gemäß den Vorgaben der dänischen Behörden nicht unternommen werden.
„Walstrandungen werden als ein natürlicher Teil des Gangs der Natur betrachtet, der nicht durch menschliche Eingriffe gestört werden sollte“, heißt es im entsprechenden Bereitschaftsplan für gestrandete Meeressäuger, den die Umweltbehörde Miljøstyrelsen 2024 ausgearbeitet hat. Es könne jedoch Situationen geben, in denen das Töten etwa von kranken Walen unter Umständen und unter Abwägung von Tierethik und der Gefahr für Menschen möglich sei. Dies gilt allerdings nur für Wale bis zu einer Größe von etwa vier Metern. Ausgewachsene Buckelwale sind in der Regel mehr als dreimal so lang.
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Gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) äußerte sich der dänische Walforscher Peter T. Madsen zum Thema Walrettungen. Er kritisierte etwa die private Rettungsaktion in Deutschland, die einen gestrandeten Buckelwal von der Ostsee in tiefere Gewässer in der Nordsee brachte. „Das ist Tierquälerei“, so Madsen. Ein krankes, sterbendes Tier sollte in Ruhe gelassen werden. „Alles, was sie tun, verursacht Stress, droht ihm Schmerzen zuzufügen“, kommentierte der Forscher die Rettungsaktion. Ende April war sich Madsen sicher, dass „Timmy“ so oder so sterben werde. „Wenn sie ihn freilassen, strandet er irgendwo anders und stirbt schließlich“, sagte Madsen.
Zudem kritisierte er die Verschwendung von Geld bei der Rettung. „Für all dieses Geld hätte man in Deutschland vermutlich eine gesamte andere Art retten können, etwa eine Vogel- oder eine Mäuseart“, so Madsen.
mit dpa







