Die „MV Hondius“ darf nicht auf den Kanaren anlegen. Nachdem am Morgen die Regierung Spaniens ihre Zustimmung gegeben hatte, sagt nur der Regierungschef der Inselgruppe: No. Fernando Clavijo will dem Kreuzfahrtschiff das Einlaufen verweigern. Claviijo spricht von fehlenden Garantien für die Sicherheit der Bevölkerung.

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Aus Madrid hatte es zuvor geheißen, die Entscheidung der spanischen Regierung sei in Abstimmung mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der EU gemäß internationalem Recht und humanitären Prinzipien getroffen worden.
Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) habe das Schiff eingehend untersucht, um festzustellen, welche Personen dringend von Kap Verde aus evakuiert werden müssten, teilte das Gesundheitsministerium weiter mit.
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Labor bestätigt schlimmen Verdacht – Deutsche Frau soll nach Düsseldorf geflogen werden
Auf der „MV Hondius“ hat es drei Tote gegeben, nachdem zuvor an Bord Infektionen mit dem Hantavirus festgestellt worden waren. Zwei Niederländer und eine Deutsche sind ums Leben gekommen. Bei der Frau handelt es sich laut der Mediengruppe Bayern um eine 78-Jährige aus Passau.
Wie die „Bild“ berichtet, sollen jetzt die Kontaktperson des Todesopfers sowie zwei Crewmitglieder mit einem Flugzeug nach Amsterdam gebracht werden. Die Kontaktperson sei ebenfalls eine deutsche Frau. So soll sich am Mittwochmorgen ein Hochinfektionstransport der Feuerwehr Düsseldorf auf den Weg zum Flughafen Amsterdam gemacht haben. Die Frau werde dann von dort nach Deutschland zurückgeflogen.
Mittlerweile haben Labortests einen schlimmen Verdacht bestätigt. Das Virus, das üblicherweise über den Kot von Nagetieren übertragen wird, ist von Mensch zu Mensch gewandert.
Bei einem nach Südafrika ausgeflogenen Passagier sei vorläufigen Testergebnissen zufolge der von Mensch zu Mensch übertragbare Andes-Stamm des Hantavirus nachgewiesen worden, gab Südafrikas Gesundheitsminister Aaron Motsoaledi am Mittwoch bekannt.
Solche Fälle sind laut Angaben der WHO sehr selten. Dies ist zum Beispiel bei dem in Südamerika verbreiteten Andes-Virusstamm der Fall.
Kreuzfahrtschiff liegt vor Kap Verde
Die „MV Hondius“ hatte ihre Reise in Argentinien begonnen. Das Kreuzfahrtschiff mit rund 150 Menschen an Bord liegt seit Sonntag vor Kap Verde im Atlantik vor Anker, nachdem zuvor das Virus an Bord festgestellt worden war.
Ein erster Passagier aus den Niederlanden war nach Angaben des niederländischen Kreuzfahrtveranstalters Oceanwide Expeditions am 11. April an Bord gestorben. Seine Frau ging am 24. April auf der Insel St. Helena im Südatlantik von Bord, flog nach Johannesburg und starb dort am 26. April in einem Krankenhaus.
Bei einem britischen Passagier, der ausgeflogen wurde und derzeit auf einer Intensivstation in Johannesburg behandelt wird, wurde laut WHO ebenfalls das Hantavirus nachgewiesen.
pcl/ mit AFP





