Amoktaten passieren selten spontan. Oftmals planen die Angreifer ihre Gewalt, nicht selten gibt es Warnsignale im Umfeld eines Attentäters. So beschreiben es Kriminologen, Psychologen und Forensiker. Und genau das ist auch eine Chance, schwere Gewalt in Fußgängerzonen oder Marktplätzen zu verhindern. Schulen, Vereine oder Familien müssen die Signale nur erkennen können. Und dann richtig handeln.
In Leipzig ließ sich die Amoktat nicht verhindern. Am Montagnachmittag fuhr ein Mann in die Fußgängerzone in der Innenstadt. Er tötete zwei Menschen, weitere wurden teilweise schwer verletzt. Schon am Tatort, direkt nach der Festnahme, fiel den Polizisten laut ersten internen Lagemeldungen die psychische Situation des Mannes auf. Mittlerweile ist klar: Bis vor wenigen Tagen wurde der Tatverdächtige stationär in einer psychiatrischen Klinik im Raum Leipzig behandelt. Details zur Erkrankung nannte weder das Krankenhaus noch das Sozialministerium.
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In der Vergangenheit gab es immer wieder Amokläufe oder Terroranschläge, bei denen die Täter psychisch erkrankt waren – etwa in Aschaffenburg, aber auch in Magdeburg und nun in Leipzig. Das wirft die Frage auf: Wie gefährlich sind psychisch schwer erkrankte Menschen in Einzelfällen? Und wie erkennt das Umfeld diese Gefahr?






