War die Tüte eine Tasche? War sie aus Plastik oder Pappe? Schwarz oder weiß? Christina Block soll zu einem letzten Meeting im Hotel Grand Elysée vor der „Rückholaktion“ für ihre Kinder Klara und Theo mit dem israelischen Kidnapper-Kommando am 28. Dezember 2023 einen Schal und Spielsachen mitgebracht haben. Das sollte das vermeintliche Cybersecurity-Team um David B. den Kindern zeigen, um sie zu beruhigen: Sie würden zu ihrer Mutter kommen. Oder waren in der Tasche/Tüte doch ein Teddy und ein Pullover? Eine Decke vielleicht, wie es ein anderes Mal hieß?
Es sind scheinbar kleine Widersprüche in den Aussagen der „Teammitglieder“, die nach eigenen Angaben die beiden Kinder aus Dänemark verschleppt haben. Sie gingen von einer legalen Aktion aus, wie alle bislang beteuerten, die in Hamburg aussagten. Hinter diesen gegensätzlichen Angaben könnte man aber auch eine konstruierte Geschichte vermuten. Das käme der Angeklagten zupass: Christina Block beteuert, bei einem solchen Treffen nicht gewesen zu sein. In eine Entführung ihrer Kinder, sagt sie, war sie nicht eingebunden.
Einer der Fahrer der Fluchtautos (ein Mercedes A-Klasse 250 mit E-Antrieb und ein Citroën DS 7 Crossback) konnte für seine Aussage bei freiem Geleit aus Israel nach Hamburg kommen und berichten, dass er nur helfen wollte, Kinder zu retten: Said B.


