Eine Junggesellinnen-Challenge kommt eine 28-jährige Touristin in Florenz teuer zu stehen. Die junge Frau war in die toskanische Kunststadt gereist, um dort gemeinsam mit ihren Freundinnen ihre bevorstehende Hochzeit zu feiern. Im Rahmen einer vorehelichen Mutprobe bestieg sie den bekannten Neptunbrunnen auf der Piazza della Signoria im Zentrum von Florenz und verursachte dabei Schäden in Höhe von rund 5000 Euro.

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Nach Angaben der Behörden versuchte die Frau, die Genitalien der eindrucksvollen Neptunstatue zu berühren. Dafür überstieg sie sowohl die Umzäunung als auch den Rand des Brunnens, in dem sich mehrere Marmorpferde befinden, und kletterte auf die Skulptur. Um nicht ins Wasser zu fallen, stieg sie auf die Beine eines der Pferde, das Teil der Brunnenanlage ist. Einsatzkräfte, die sich in der Nähe befanden, griffen rasch ein, holten die Frau aus dem Brunnen und stellten ihre Personalien fest. Woher die Touristin stammt, wurde nicht mitgeteilt. Sie wurde von der Polizei identifiziert und wegen Beschädigung eines kunsthistorischen Bauwerks angezeigt, wie die Gemeinde mitteilte. Der Vorfall ereignete sich am Samstag.
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Florenz: Junggesellin beschädigt bei Challenge Neptunbrunnen
Bei einer anschließenden Überprüfung wurden „kleinere, aber dennoch erhebliche Beschädigungen“ an dem historischen Monument festgestellt. Der Neptunbrunnen ist ein Werk des Künstlers Bartolomeo Ammannati (1511–1592) und wurde 1559 vom florentinischen Herrscher Cosimo I. de‘ Medici in Auftrag gegeben, um die Hochzeit seines Sohnes Francesco I. de‘ Medici mit der Großherzogin Johanna von Österreich zu feiern. Das Becken umfasst Figuren von Pferden, die einen muschelförmigen Wagen am Fuß einer Statue ziehen, welche Neptun, den römischen Gott des Meeres, darstellt.
Es ist nicht das erste Mal, dass Touristen versuchen, den Neptunbrunnen zu besteigen. Bereits 2023 verursachte ein deutscher Tourist erheblichen Schaden, als er versuchte, das Denkmal für ein Selfie zu erklimmen. Dabei brach ein Stück Marmor aus dem Streitwagen heraus, zudem wurde der Huf eines Pferdes beschädigt, auf das der 22-Jährige gesprungen war. Mithilfe von Überwachungskameras konnten die Behörden den Mann identifizieren. Im selben Sommer versuchte zudem ein junges Paar, eine Kopie von Michelangelos weltberühmter David-Statue auf dem Piazzale Michelangelo zu besteigen.
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Kaum ein Sommer ohne Vorfälle
Trotz verschärfter Kontrollen rund um die Sehenswürdigkeiten in Florenz gibt es kaum einen Sommer ohne ähnliche Vorfälle. Laut Giorgio Caselli, der das Amt für bildende Künste der Stadtverwaltung leitet, ist es unter Besuchern zunehmend üblich geworden, Denkmäler als eine Art „Challenge“ zu betrachten und zu erklimmen.
Im Jahr 2024 versteckte sich zudem ein Teenager über Nacht in der Kathedrale von Florenz, Santa Maria del Fiore, bevor er auf die Kuppel stieg, um ein Selfie zu machen. Gekleidet in schwarzem Pullover mit Kapuze, Jeans und Turnschuhen, filmte er sich dabei, wie er eine innere Treppe des Weltkulturerbes hinaufstieg, schließlich die Kuppel erreichte, auf eine kleine Außenplattform trat, ein Foto machte und dieses anschließend auf Instagram veröffentlichte.






