Am Montagabend endete der Irrlauf eines Wolfs durch die Hamburger Innenstadt an der Alster. Nachdem das Raubtier tagelang durch die Elbvororte geirrt war und von zahlreichen Augenzeugen gesichtet wurde, erreichte der Fall seinen vorläufigen Höhepunkt im Bezirk Altona. Dort hatte sich der Wolf in eine Einkaufspassage in der Nähe der Ikea-Filiale verirrt. Beim Versuch, ihn aus der Passage zu vertreiben, griff er eine Frau an und verletzte sie.
Es handelt sich laut einer Sprecherin des Bundesamts für Naturschutz um den ersten Wolfsangriff auf einen Menschen in Deutschland seit der Wiederansiedlung im Jahr 1998. Zuvor war das Raubtier rund 150 Jahre lang ausgerottet gewesen. Angesichts des Hamburger Falls stellen sich jetzt viele Fragen nach der Zukunft des Tiers, wie es überhaupt in die Stadt geriet, ob sich solche Vorkommnisse jetzt häufen werden und wie man sich am besten verhält. Antworten dazu gibt Norman Stier im Abendblatt-Gespräch. Der Wildbiologe berät die Stadt Hamburg. Der Experte war es auch, der anhand eines Videos erkannt hatte dass es sich bei dem Tier um einen Wolf handelt.
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