Diese Laute, sein tiefes Gebrumme und Röhren, waren herzzerreißend. Fast schien es so, als würde der Buckelwal zu uns sprechen, um Hilfe bitten. Ich hatte vorher noch nie solche Klänge gehört – kraftvoll und voller Leid. Der Wal, der Anfang der Woche in Niendorf an der Ostsee gestrandet war, hat nach einer dramatischen Rettungsaktion seinen Weg zurück ins offene Meer gefunden. Aber dieser Moment wird mir – und vielen anderen – noch lange im Gedächtnis und im Herzen bleiben.

Buckelwal in der Ostsee: Gigant schwebte zwischen Leben und Tod

Wale in Freiheit sehen, das war schon immer mein Traum. Aber nicht so – nicht in einem solchen Ausnahmezustand, inmitten von Leid und Ungewissheit. Als Reporterin war ich drei Tage vor Ort, zusammen mit Kollegen aus dem ganzen Norden und auch aus dem Ausland. Dort, wo der Buckelwal zwischen Leben und Tod zu stehen schien. Vom Steg aus sah er aus wie ein riesiger Baumstamm – doch dieser Gigant der Meere war lebendig, kämpfte um jeden Atemzug, ließ Wasserfontänen durch sein Atemloch in die Luft steigen.

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