Sein Schicksal rührte Millionen Menschen zu Tränen: Affenbaby Punch – einst verstoßen – fand Trost bei einem Plüschtier. Die Szenen aus dem Zoo von Ickikawa City verbreiteten sich von Japan aus in Windeseile über den Globus. Die Anteilnahme war gigantisch, der Hersteller des Spielzeugs, Ikea, bemerkte höheren Absatz. Punch wurde zum Star.

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Seine Berühmtheit dürfte dem kleinen Japanmakaken ziemlich egal sein. Zumal Punch inzwischen Anschluss an die Truppe gefunden hat und sich dem Anschein nach prächtig entwickelt. Punch sei ein kleiner Rabauke geworden, er bewege sich viel, ließ der Zoo dieser Tage Punchs riesige Fan-Gemeinde auf X wissen.

Nun folge er in dem kleinen Affengehege in letzter Zeit öfter einem älteren Tier, dessen Nähe er suche, teilte der Zoo mit. Ob es sich dabei um Punchs „neue Freundin“ handelt, wie in sozialen Medien zu lesen ist, wollte ein Sprecher des Zoos auf Anfrage zwar nicht bestätigen.

Man werde weder zum Geschlecht etwas veröffentlichen, noch die Affen benennen, mit denen Punch agiere. Aber egal, ob es sich nun um ein Weibchen oder um ein Männchen handelt: Beide verstünden sich prima, schreibt der Zoo.

Punch schaue in letzter Zeit öfter in dieselbe Richtung wie das andere Tier, folge ihm und schmiege sich an. „Es gibt immer mehr Szenen, bei denen man unwillkürlich lächeln muss“, hieß es auf X.

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Frisst wie ein Scheunendrescher

So viel Action macht hungrig: Punch fresse mal wieder wie ein Scheunendrescher, ließ der Zoo die Fan-Gemeinde wissen. Millionen werden sich noch an die frühen herzzerreißenden Aufnahmen erinnern, als der kleine Punch von den anderen Makaken weggestoßen wurde, bevor er hinter einen Felsen rannte und sich an sein Stofftier klammerte. 

Seither nehmen Millionen zu Tränen gerührte Menschen in aller Welt Anteil am Schicksal des kleinen Japanmakaken, der im Juli vergangenen Jahres zur Welt gekommen war. Unzählige Memes machten den Affen zum Sinnbild für die Krisen unserer Zeit, für Vereinsamung, aber auch für Widerstandskraft gemacht.

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Sinnbild für die Krisen unserer Zeit

„Wir sehen uns selbst. Die Momente, in denen wir uns klein, verängstigt und missverstanden fühlen. Die Momente, in denen wir uns an Trost, Liebe und Hoffnung klammern. Wir sehen Widerstandsfähigkeit, Neugier und den nötigen Mut, um weiterzumachen“, schrieb ein Instagram-Nutzer im Februar und drückt damit aus, was Millionen andere in den sozialen Medien fühlen und denken. 

Die Pfleger im Ichikawa City Zoo vermuten, dass Punchs Mutter durch die enorme Sommerhitze mit ihrer ersten Geburt überfordert war. In solchen Situationen priorisieren Muttertiere oft das eigene Überleben. 

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Affen klammern sich kurz nach der Geburt an das Fell ihrer Mutter, um Geborgenheit zu finden und Muskeln aufzubauen. Da Punch diese Möglichkeit nicht hatte, versuchte man es mit Alternativen wie zusammengerollten Handtüchern. Doch Punch entschied sich für einen Stoff-Orang-Utan aus Ikeas „Djungelskog“-Tierserie. 

pcl/dpa