Unter dem Motto „Gegen sexuelle digitale Gewalt – Solidarität mit allen Opfern“ haben am Sonntagnachmittag Tausende Menschen vor dem Brandenburger Tor demonstriert. Zu der Kundgebung in Berlin hatte das neue Bündnis „Feminist Fight Club!“ aufgerufen. Es gehe um Solidarität mit allen Betroffenen, „um auf strukturelle Missstände und Gesetzeslücken im Kontext von digitaler und analoger sexualisierter Gewalt in Deutschland aufmerksam zu machen“.

„Wir stehen hier, damit sich etwas ändert – im Strafrecht, in der Politik, in der Gesellschaft“, so die Klimaschutzaktivistin Theresia Crone. Sie sprach auch über ihre eigene Erfahrung mit sexueller digitaler Gewalt. Denn: „Digitale Gewalt bleibt, in den Suchmaschinen und den Köpfen. Aber ich will mir nicht mehr von anderen Menschen sagen lassen, was ich aushalten muss.“
Die Veranstalter sprachen von 13.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf dem Pariser Platz. Bei der Berliner Polizei, die mit 50 Beamten vor Ort war, waren ursprünglich 500 Teilnehmer gemeldet, am Sonntagnachmittag nannte die Polizei 6700 Demonstranten. Wohl auch dank des guten Wetters hatten sich neben den vielen mit Plakaten und Schildern ausgestatteten Teilnehmern auch Touristen und Spaziergänger spontan der Kundgebung angeschlossen.


